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30. November 2014

Legendäre Fotografen Südafrikas

Durch die Linse der einflussreichsten Fotografen des Landes wirft „Legendäre Fotografen Südafrikas“ einen Blick auf die südafrikanische Geschichte der letzten 40 Jahre. Anhand von Interviews mit dem Urvater der südafrikanischen Fotografie, David Goldblatt, und den Mitgliedern des berühmten Foto-Kollektivs Afrapix (1982-1991) führt die Dokumentation durch die großen politischen Ereignisse des Landes von 1976 bis heute.
Afrapix, bestehend aus etwa 65 freien Fotografen und rund 20 festen Mitgliedern, war eine unabhängige Fotoagentur nach dem Vorbild von Magnum Photos. Dieser weltweit einzigartige Zusammenschluss von Künstlern mit politischer Botschaft entstand aus den traumatischen Erlebnissen während der Apartheid.
Ihr fotografischer Ansatz wird heute von einer neuen Fotografengeneration fortgesetzt: Jodi Bieber, Pieter Hugo und Zanele Muholi treten in die Fußstapfen der sogenannten Struggle Photography. Sie entstand in den 80er Jahren als politisch-künstlerische Bewegung, die mittels dokumentarischer Schwarz-Weiß-Fotos gegen die Apartheid aufbegehrte. Mit viel Talent und Geschick setzt auch die jüngere Fotografengeneration das Bild als Waffe ein und hält die aktuelle Entwicklung ihrer Heimat in ausdrucksstarken Aufnahmen fest.
Vom damaligen politischen Kampf zum heutigen fotografischen Augenzeugenbericht zeigt die Dokumentation nicht nur die historischen Ereignisse in Südafrika, sondern erzählt auch von der zeitgeschichtlichen Macht der Bilder und dem politischen Engagement der Künstler. (Quelle: arte.tv)

26. Oktober 2014

Picasso im Blick der Fotografen

Er war einer der größten Bildkünstler des 20. Jahrhunderts. Deshalb verwundert es nicht, dass Picasso von der noch jungen Kunst der Fotografie fasziniert war. Und umgekehrt – auch die Fotografie von ihm. Die Dokumentation zeigt Picasso als einen der meistfotografierten Männer des 20. Jahrhunderts und ihn selbst als Fotografen im Diskurs mit der Fotokunst.
Kein anderer Künstler wurde im 20. Jahrhundert so oft fotografiert wie Picasso: Seit Ende der 40er Jahre war Picasso das, was man heute einen Prominenten nennen würde. Er wiederum sah in der Fotografie nicht nur ein Mittel, um sich selbst darzustellen und sein Werk zu dokumentieren, sondern auch eine neue künstlerische Ausdrucksform. Heute leben nur noch drei Fotografen, die in der Dokumentation von ihren Erlebnissen mit dem Meister des Bildes berichten: Lucien Clergue, David Douglas Duncan und André Villers erzählen von ihrem Verhältnis und ihrer Zusammenarbeit mit Picasso, dem Malergenie aus Spanien.
Zur Sprache kommt dabei seine Beziehung zum Bild, auch zu seinem eigenen, zum schöpferischen Akt und zur Inszenierung. Mit größerem Abstand zum Thema stellen Konservatoren die Arbeit verstorbener Fotografen wie Brassaï und Dora Maar, der französischen Fotografin, die auch Malerin und Muse Picassos war, vor.
Die Fotografie, insbesondere die vielen Abbildungen in Magazinen, begründete den Mythos Picasso. Doch vor allem sind diese Aufnahmen wertvolle Zeugnisse seiner schöpferischen Prozesse. Eine besondere Rolle spielt dabei die allererste in einem Künstleratelier entstandene Fotoreportage. Schließlich wären manche Werke des Meisters, wie beispielsweise seine Lichtzeichnungen, gar nicht erhalten geblieben, wenn sie nicht im Foto verewigt worden wären. (Quelle: arte.tv)
   

5. Oktober 2014

Ostkreuz - Agentur der Fotografen

Es ist eine erstaunliche Erfolgsgeschichte: Mit dem Zerfall des Ostblocks gründet sich in Berlin die Fotoagentur Ostkreuz. Sieben ostdeutsche Fotografen tun sich zusammen, um sich die neuen Möglichkeiten wie Technik, Reisen und Aufträge zu erschließen. Vorbild ist die berühmte Pariser Agentur Magnum.

Mit dem Zerfall des Ostblocks gründet sich in Berlin die Fotoagentur Ostkreuz, und mit ihrer Gründung durch sieben ostdeutsche Fotografen beginnt ebenfalls eine erstaunliche Erfolgsgeschichte. Als festes Kollektiv und der Pariser Agentur Magnum als Vorbild schaffen sie es, die Agentur zur wichtigsten und bekanntesten Fotoagentur Deutschlands zu machen. Zu den Kunden zählen Magazine wie „Newsweek“, „Stern“, „GEO“ oder die „New York Times“. Längst ist Ostkreuz keine Ostberliner Fotoagentur mehr. Mittlerweile zählt sie 18 Mitglieder, die künstlerisch, persönlich und biografisch eine bunt gemischte Gruppe europäischer Erkunder bilden. Alle haben unterschiedliche Arbeitsweisen, aber eines vereint sie: Ihr humanistischer Blick auf die Welt. Ostkreuz steht für gesellschaftlich engagierte Dokumentarfotografie.
Der Film erzählt die bemerkenswerte Erfolgsgeschichte von Ostkreuz und zeichnet - über Porträts Einzelner hinaus - das Arbeitsethos dreier Generationen von Fotografen: Fotografie als Haltung und Leidenschaft.
Regisseur Maik Reichert hat die Gruppe der Fotografen mehrere Jahre lang mit der Kamera begleitet. In seinem Film stellt er sieben sehr verschiedene Ostkreuz-Fotografen vor: Annette Hauschild, Harald Hauswald, Ute und Werner Mahler, Julian Röder, Linn Schröder sowie Maurice Weiss. (Quelle: arte.tv)

7. September 2014

Fotografin: Orly Zailer

Zwischen gestern und heute: Die Zeitreisen der israelischen Fotografin Orly Zailer

Wer bin ich? Woher komme ich? Wer waren meine Vorfahren? Wie haben sie gelebt, was gedacht, gefühlt und wie viel von ihnen steckt in mir? Und was passiert, wenn wir in die Rolle unserer Vorfahren schlüpfen? Die israelische Fotografin Orly Zailer setzt sich in ihrem Fotoexperiment auf originelle Weise mit Identitätsfragen auseinander. Für ihre Zeitreisen durch die Generationen stellt sie jahrzehntealte Familienfotos mit den Kindern, Enkeln und Urenkeln der Menschen auf den Originalbildern nach. Das Initial für dieses fotografische Experiment : eine Momentaufnahme ihrer vor Glück strahlenden Eltern aus den 70er Jahren. 40 Jahre später schlüpft sie in die Rolle ihrer Mutter und fotografiert sich und ihren Lebensgefährten in eben diesem Setting. "The Time Elapsed Between Two Frames", die Zeit, die zwischen zwei Bildern vergeht, heißt Zailers Projekt, mit dem sie den Zauber eines Augenblicks von damals ins Heute zurückholt und ihre Protagonisten mit ihrer Familiengeschichte und dem Schicksal ihrer Vorfahren konfrontiert. (Quelle: arte.tv)

25. August 2014

Fotografin: Anja Niedringhaus

Im Krieg

Die deutsche Kriegsfotografin Anja Niedringhaus ist in Afghanistan erschossen worden. Kurz vor den Wahlen, ausgerechnet von einem Polizisten. Seit über 20 Jahren bereiste sie für die Nachrichtenagentur AP Kriegs- und Krisengebiete. Sie hat gesehen, was Krieg mit Menschen macht.
Ihre Bilder hat fast jeder schon einmal gesehen - und doch kennt man ihren Namen nicht, geschweige denn ihr Gesicht: Seit über 20 Jahren bereist die Fotografin Anja Niedringhaus für die Nachrichtenagentur AP Kriegs- und Krisengebiete. Sie hat gesehen, was Krieg mit Menschen macht. Leichen versucht sie, möglichst nicht zu fotografieren, obwohl es oft unvermeidlich ist.
"Aber das wahre Grauen des Krieges sieht man in den Gesichtern der Überlebenden", sagt sie. Für ihre Reportagen aus dem Irak erhielt sie 2005 den Pulitzer Preis. (Quelle: phoenix.de)
    

Fotograf: Robert Capa

Robert Capa - Kriegsfotograf

Robert Capa war der überragende Fotojournalist des 20. Jahrhunderts. Mit seinen Bildern dokumentierte er fünf Kriege auf drei Kontinenten. Als einziger Fotograf gehörte er bei der Landung in der Normandie 1944 zu den Soldaten, die als erste am Omaha-Beach an Land gingen.

Dieser Film ist mit der uneingeschränkten Unterstützung von Capas Bruder Cornell und im Rückgriff auf die Archive des International Institute of Photography sowie der Agentur Magnum entstanden und widmet sich erstmals der Legende Robert Capa.
Der Film verfolgt, wie aus Endre Friedmann, einem jungen jüdischen Mann in Budapest, Flüchtling in Berlin und Paris schließlich Robert Capa wurde. Mit 23 Jahren war er der berühmteste Kriegsfotograf der Welt, er lebte zu Zeiten einer der bedeutendsten und grausamsten Abschnitte der modernen Geschichte. Er fotografierte den spanischen Bürgerkrieg, die japanische Invasion in China, die Schauplätze des Zweiten Weltkrieges in Europa und den ersten Israelisch-Arabischen Krieg. 1954 gab er nach sechs Jahren seine sichere Führungsposition bei Magnum in New York auf und kehrte an die Front zurück, um den Krieg der Franzosen in Indochina zu fotografieren. Dort kam er durch eine Landmine ums Leben.
Im Film zu Wort kommen Capas Kollegen und Freunde. Ihre Zeugnisse und Erinnerungen - manchmal grausam, manchmal romantisch, jedoch immer authentisch - werden durch nahtlos eingefügte Archivaufnahmen, Fotos und Filmsequenzen zum Leben erweckt.

Ein Interview mit Isabella Rosselini, die aus den Tagebüchern ihrer Mutter vorliest, verleiht einen Einblick in die romantische, aber auch letztlich gescheiterte Liebesgeschichte zwischen Ingrid Bergman und Robert Capa. Rosselinis Mutmaßungen, Afred Hitchcock sei durch die Romanze der Beiden zu seinem Thriller "Das Fenster zum Hof" inspiriert worden, werden mit einer Original-Filmsequenz unterlegt, die bezeichnend ist für dieses ungleiche Paar. Steven Spielberg, der sich bei der Anfangsszene von "Der Soldat James Ryan" Bild für Bild auf Capas Aufnahmen von der Landung in der Normandie stützte, weist eindringlich auf die Bedeutung dieser Bilder hin: "Ich tat alles, damit die Bilder vom 6. Juni 1944 genauso aussehen wie die Fotos von Robert Capa. (Quelle: phoenix.de)
    

Fotograf: James Nachtwey

War Photographer - Kriegsfotograf

James Nachtwey ist einer der berühmtesten Kriegsfotografen der Welt. Für den Film "War Photographer" haben Christian Frei und sein Kameramann Peter Indergand den Ausnahme-Fotografen drei Jahre lang bei seiner Arbeit in Kriegsgebieten dieser Welt begleitet.
Unvoreingenommen, mit Distanz und ohne dramatisierende Effekte erzählen Frey und Indergand, wie James Nachtwey unter schier unvorstellbaren Bedingungen seiner Profession nachgeht. "War Photographer" lässt den Zuschauer an der Entstehung von Nachtweys Kriegsfotos teilhaben: Mit dem Blick durch eine Microcam, die auf Nachtweys Fotokamera installiert ist, und durch Indergands Filmkamera erlebt der Betrachter die Suche des Fotografen nach dem richtigen Motiv und das Warten auf den richtigen Augenblick unmittelbar mit.
War Photographer wurde u.a. für den OSCAR nominiert und mit dem Grimme-Preis 2003 sowie dem PHOENIX-Dokumentationspreis ausgezeichnet. (Quelle: phoenix.de)
    

23. August 2014

Yongnuo Blitzgeräte

An den Blitzgeräten von Yongnuo streiten sich die Geister. Wenn man in diversen Foren ließt, schein es schon fast eine Art Religion zu sein, welche Blitze man verwendet. Für die einen kommen nur die original von Canon, Nikon usw. in Frage, für die anderen ist das Preis-Leistung-Verhältnis von Yongnuo unschlagbar.
Ich benutz(t)e die Blitzgeräte von beiden Herstellern Canon wie auch Yongnuo. Als eingefleischter Strobist würde ich mich nicht gerade bezeichnen aber im Laufe der Zeit haben sich so einige Blitze in meiner Fotoausrüstung angesammelt, darunter auch einige von Youngnuo. In Verbindung mit den (Funk-)Fernauslösern ebenfalls von Youngnuo oder dem IR-Auslöser ST-E2 von Canon ist das entfesselte Blitzen wunderbar möglich und wird gerade onLocation von mir gern genutzt.
Für mich war auch das Preis-Leistung-Verhältnis für die Anschaffung ausschlaggebend, mit etwas Glück kann man bei ebay so manches Schnäppchen machen und bei Amazon gibt es nun auch eine große Auswahl. Diese Auswahl ist mittlerweile so groß geworden, dass ich mit der Vielfalt der Geräte und den ganzen Bezeichnungen den Überblick verloren habe. Welcher Blitz ist nur Manuell, welcher kann auch (E-)TTL und welches Gerät hat was für eine Leistung (Leitzahl) usw. 
Dies brachte mich auf die Idee, mir mal alle Yongnuo-Blitze genauer anzusehen und eine Art Vergleich anzustellen. Leider war das gar nicht so einfach wie anfangs gedacht. Zum einen gibt es für die älteren Geräte kaum noch Infos und selbst bei den aktuellen Geräten unterscheiden sich teilweise die techn. Daten von Anbieter zu Anbieter. Zum anderen sind die Informationen in meiner Aufstellung zum Teil unvollständig und eine Gewähr auf die Richtigkeit der Daten kann auf keinem Fall gegeben werden.


Wer also weitere Hinweise, Informationen zu den o.g. Geräten hat, kann mir diese gern zukommen lassen. Ich versuche die Tabelle auch auf andere Hersteller auszuweiten und aktuell zu halten. Dies soll jetzt erstmal der Anfang sein...

20. August 2014

Luftbild mit Quadrocopter

Als Hobbyfotograf mit einer großen Affinität zur Technik haben mich die Luftbildaufnahmen und Videoflüge von den kleinen Drohnen bzw. Multicoptern die man jetzt so überall im Internet findet sehr begeistert.
Nun hatte ich die Gelegenheit bei so einem Flug dabei zu sein. Das Motiv sollte die Elstertalbrücke bei Jocketa sein. Mit meinen alten Freund Frank und seinem Quadrocopter Phantom II ging es am letzten Samstag auf zum Flug. 
Für mich war es erstaunlich wie stabil der Copter durch das integrierte GPS in der Luft bleibt. Trotzdem bedarf es für die Steuerung der Drohne einiges an Übung, besonders wenn es eng wird an Bauwerken, Bäumen usw. Da der von uns verwendete Copter kein Videosignal zurück gibt ist es mehr ein "Blindflug" und mal sollte den Bild- und Blickwinkel der montierten Kamera schon genau kennen um auch die Aufnahmen zu bekommen die man sich vorgestellt hat. Schwierig war es für mich auch zu erkennen in welcher Richtung überhaupt die Kamera steht, da es von unten bei größeren Höhen kaum zu sehen ist.
Alles in Allem eine feine Sache, mit Aufnahmen aus Perspektiven die man so nicht kennt...

7. Mai 2014

Fotografin: Daisy Gilardini

Die Tessiner Fotografin Daisy Gilardini ist dem Reiz der Antarktis mit ihren Klima-Extremen seit Langem erlegen. Schon als Kind verspürte sie den Wunsch, diese eisigen Weiten zu besuchen. Später hat sie Ihren Beruf als Fotografin und ihre Leidenschaft für die Antarktis miteinander verbunden. Entstanden ist daraus eine beständige Arbeit, die die polaren Landschaften und deren Tierwelt zeigt, gepaart mit der Mission, die Antarktis als Landschaft und Lebensraum zu beschützen und zu bewahren. (Quelle: ard.de)
 

24. April 2014

Fotografen gegen die Apartheid

Der Bang Bang Club

Es ist die Geschichte eines Erfolges und einer Tragödie: Ken Oosterbroek, João Silva, Kevin Carter und Greg Marinovich waren Anfang 20, als sie in die schwarzen Townships zogen, um die Gewalt dort zu zeigen. Das hatte vor ihnen noch kein weißer Fotograf gewagt. Die Fotojournalisten wurden mit dem World Press Foto Award ausgezeichnet. Doch nur zwei von ihnen überleben.
Ihre Bilder gehen um die Welt und erscheinen auf den Titelseiten der „New York Times“, der „Washington Post“ und des „Time Magazine“. Die vier Fotografen - Ken Oosterbroek, João Silva, Kevin Carter und Greg Marinovic - werden von einem Magazin Bang-Bang Club getauft. Sie haben unglaublichen Erfolg, gewinnen zwei Pulitzer-Preise und den World Press Foto Award. Doch am Ende bezahlen sie einen hohen Preis, nur zwei von ihnen werden überleben. Ken Oosterbroek wird im Einsatz erschossen. Zwei Monate nachdem er den Pulitzer-Preis gewonnen hat, begeht Kevin Carter Selbstmord.
João Silva fotografiert weiter die Kriege unserer Zeit: Afrika, Irak, Georgien, Afghanistan und viele andere. Er arbeitet als Freelancer für die „New York Times“. Dann begleitet er 2010 die US-Armee bei einem Einsatz in der Provinz Kandahar. Als „embedded reporter“ bei der US-Armee tritt er auf eine Mine. Seine beiden Beine werden unterhalb des Knies abgerissen und sein rechter Arm von Splittern verletzt. Mit seinem gesunden Arm macht Silva, was er immer gemacht hatte: Er schießt Fotos. Dann lässt er sich ein Satellitentelefon geben und ruft seine Frau in Südafrika an. Es folgen 17 Operationen. Silva erhält künstliche Beine und trainiert jeden Tag. Er will zurück. Und er schafft es.
Im Mai 2013 ist Nelson Mandela schwer erkrankt. Die Welt bangt um eine Ikone ihrer Zeit. Silva schießt eine Fotoreportage für die „New York Times“, seine Bilder sind wieder auf der Titelseite. Er ist zurück auf der großen Bühne. Nur zwei Monate später fotografiert er eine Demonstration in einem Township Johannesburgs. Plötzlich eskaliert die Situation. João Silva ist mitten in einem Aufstand, er wird angegriffen und wieder verletzt. Doch er schießt seine Bilder und beweist sich, er kann es immer noch: die Gewalt dokumentieren. João Silva gilt bis heute als einer der besten Kriegsfotografen der Welt. (Quelle: arte.tv)

15. März 2014

Fotograf: Alexander Tschumitschow

Der Fotograf der Perestroika

Als die sowjetische Flagge über dem Moskauer Kreml im Dezember 1991 für immer eingeholt wird, ist die Sowjetunion Geschichte und ihr Präsident Michail Gorbatschow als Reformer gescheitert. Trotzdem bleiben mit seinem Namen die größten Umwälzungen der jüngeren Geschichte verbunden: Das Ende des Kalten Krieges und der Fall des Eisernen Vorhangs, der Europa über vier Jahrzehnte geteilt hatte. Der Mann, der seine fast unumschränkte Macht über den gesamten Ostblock aufgab, um der Demokratie den Weg zu ebnen, steht im Mittelpunkt des Filmes.
Alexander Tschumitschow war der persönliche Fotograf Gorbatschows. Sechs Jahre lang kann er den Erfinder der Perestroika und des neuen Denkens aus nächster Nähe beobachten. Seine Erinnerungen und seine Fotos zeigen ihn aus einer ganz besonderen Perspektive. Der ehemalige Premierminister, Nikolai Ryshkow, und der Sprecher des sowjetischen Präsidenten, Andrej Gratschow, sind wichtige Zeitzeugen, die uns Einblick geben in die Machtkämpfe, denen sich Gorbatschow in der Zeit der Perestroika stellen musste. Den Bogen zur Gegenwart schlagen zwei einfache Parteimitglieder: Die Ärztin Margarita Shelnina aus dem nordrussischen Pskow und der Kolchosvorsitzende Wassili Gorin aus dem südrussischen Belgorod. Auf dem 27. Parteitag der KPdSU 1986 hatten sie das Sowjetsystem öffentlich kritisiert und so für Gorbatschows Reformen Partei ergriffen. Dennoch haben sie sich mit dem Verlust der Sowjetunion bis heute nicht abfinden können.
Der Film zeichnet die sowjetische Geschichte nach vom Tod Breschnews bis zum Rücktritt Gorbatschows. Zum Teil bisher unveröffentlichtes Archivmaterial lässt uns die Zeit der Perestroika ein zweites Mal erleben. (Quelle: ard.de)

27. Februar 2014

Fotograf: William Eggleston

Der amerikanische Fotograf William Eggleston gilt als Wegbereiter der modernen, künstlerischen Farbfotografie. Seine Aufnahmen zeigen meist unspektakuläre, banale Motive aus dem amerikanischen Alltagsleben, die er in der Regel in der Umgebung seiner Heimat Memphis, Tennessee und Mississippi aufgenommen hat.Stand: 12.02.2014
Eggleston sagt, dass er "demokratisch" fotografiere und meint damit, dass er alle Motive, egal ob Mensch, Landschaft oder Gegenstand, gleichwertig betrachte. In der formalen Komposition wirken seine Bilder oft amateurhaft, als wären sie zufällig zustande kommen.
Anders als sein großes Vorbild Henri Cartier Bresson sucht der 1939 geborene William Eggleston keine "entscheidenden Augenblicke". Auch ist ihm jegliches fotojournalistische Interesse völlig fremd. "I am at war with the obvious - Ich hasse das Offensichtliche" hat er einmal bekannt. Stattdessen fotografiert er Momente, die mehrdeutig und offen interpretierbar sind. Dadurch erzielt er in seinen Bildern eine ähnliche Spannungsgeladenheit wie Alfred Hitchcock oder David Lynch in ihren Filmen.
Seit Ende der 60er-Jahre fotografiert William Eggleston in Farbe. Damit betrat er künstlerisches Neuland in einer Zeit als Farbfotografie noch als vulgär abqualifiziert wurde. Eggleston nutzte für seine Bilder frühzeitig das damals in der Werbung weit verbreiteten Dye Transfer Verfahren. Damit konnte er, ähnlich wie ein Maler, die Farbintensität und somit auch die psychologische Wirkung seiner Aufnahmen beliebig manipulieren.
1976 wurden Egglestons Bilder zum ersten Mal in einer umfassenden Einzelausstellung im New Yorker Museum of Modern Art präsentiert. Kritik und Publikum reagierten zunächst verhalten bis vernichtend. Mehr als 30 Jahre später kehrte William Eggleston im November 2008 mit der großen Retrospektive "Democratic Camera" in das Whitney Museum for American Art nach New York zurück. Diesmal feierte ihn die New York Times, genauso wie die gesamte amerikanische Kunstpresse, als einen Klassiker, der für die Fotografiegeschichte stilbildend wirkte.
Der Münchner Dokumentarfilmer Reiner Holzemer hat den Fotografen William Eggleston in Memphis besucht. Zum ersten Mal gelang es, den scheuen Künstler über die Entstehung seines Werkes zu befragen und ihn auf einem fotografischen Spaziergang durch Memphis zu begleiten. (Quelle: BR.de)
 

16. Februar 2014

Fotograf: George Bartoli

George Bartoli, Katalane und international renommierter Reportage-Fotograf, zeigt uns sein ganz persönliches Perpignan. Bartoli hat viele Fotobücher veröffentlicht, darunter auch ein ganz persönliches: „La Retirada“, über die Flucht der spanischen Republikaner während des Bürgerkriegs, das Exil seiner Familie, den Leidensweg seines Vaters und eines Onkels. Bartoli führt uns zum Strand „St. Cyprès“, wo die völlig ausgezehrten Flüchtlinge 1939 ankamen. (Quelle: arte.tv)

9. Februar 2014

Fotografin: Yevgenia Belorusets

Die Gesichter der Revolution - Yevgenia Belorusets‘ Fotografien vom Aufstand in Kiew
Vor zehn Jahren schien die "Orangene Revolution" in der Ukraine eine neue Epoche einzuläuten. Vom damaligen Aufbruch ist später nichts geblieben. Jetzt gehen die Menschen wieder auf die Straße. Es gab Tote und das Land schien zwischenzeitlich außer Kontrolle. Auf dem Maidan, dem zentralem Platz in Kiew, ist der Aufstand noch in vollem Gange. Die ukrainische Fotografin Yevgenia Belorusets hat dort und in den besetzten Gebäuden von Beginn an fotografiert. In ihren Bildern wird die Erschöpfung, die Müdigkeit der Demonstranten, die schon tage- und wochenlang in der Kälte vor Barrikaden ausharren, auf der Straße in Zelten schlafen und immer wieder die Attacken der Polizei abwehren müssen, deutlich. Jetzt wird Yevgenia Belorusets ihre Arbeiten in Berlin veröffentlichen: "Euromaidan. Besetzte Räume", heißt die Ausstellung. ttt berichtet über die Fotografin, die das Gesicht dieser erneuten Revolution in ihren Bildern festhält. (Quelle: ard.de)

21. Januar 2014

Fotograf: Klaus Pichler

"Just the two of us" heißt das Fotoprojekt, an dem Klaus Pichler seit einiger Zeit arbeitet. Der österreichische Fotograf setzt darin Menschen in Szene, die sich ein artifizielles Alter Ego schaffen. So sitzt ein Büroangestellter als Einhorn in der Badewanne, oder ein Außerirdischer ist vor der Spülmaschine in seiner Einbauküche gelandet. Es sind österreichische Kostüm-Enthusiasten, die Klaus Pichler da fotografisch porträtiert: Menschen, die ihr alltägliches Selbst mit einer fantasievollen Schöpfung ergänzen, die sie durch die Verkleidung in ein Fabelwesen erreichen. "Ich bin ein Anderer" - der berühmte Satz Arthur Rimbauds gilt auch hier - optisch sehr überzeugend, denn Franz ist Gozilla und Hans wollte immer schon mal Batman sein. Ein Bericht über das Doppelleben in der realen und einer Fantasiewelt. Ein Porträt des Fotografen Klaus Pichler aus Wien. (Quelle: ard.de)

16. Januar 2014

Fotograf: Rob Hornstra

Das Sotchi-Projekt

Fünf Jahre lang haben der Fotograf Rob Hornstra und der Filmemacher Arnold van Bruggen die massiven Veränderungen in Sotchi, sowie der gesamten Kaukasus-Region dokumentiert. "Metropolis" stellt das "Sotchi-Projekt" kurz vor Beginn der Olympischen Winterspiele vor.