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21. November 2012

Ohrenbeißer ?!

Warum werden die Treuener auch Ohrenbeißer genannt?

„Uohrnbeißer“

Naa, naa, su-e e Spitznoame

Wer hot denn den kricht? Dös kenne doch blu-eß de Treiischen sei. Un ihr wellt doch schoa lang emoll wissen, warum mir „Uohrnbeißer“ genennt wern. De meesten rätseln oder drzehln ganz vrschiedene Geschichten. Mir hamm uns moll imgehorcht un e poar ältere Leit befrecht.

Zwee Variantn halten siech.

Die ann sogn, is war im „Treiischen Huef“ (Schützenhaus) un de annern maane, dinne in ne „Veitnheiser“ wärs geween.

Im letztern is is am wahrscheinlichsten, denn vur mindestens hunnert Gahrne hamm siech e goanz klaaner Treiischer un aaner aas Schreiersgrie nei de Hoar kricht. Is söll abber goanz harmlues begunne hamm.

Is ging, wie meestens im dös liebe Weiberschvolk.

Der klaane Treiische, is söll e richtscher Hämfling geween sei, is denn Grueßn nahgesprunge. Der hot siech an demm festgeklammert, hot denn sei Uohr drwischt un e Stickl dodrvah zegoar ohgebissn. Nu kennt ihr eich denkn, dass dös wie e Laaffeier vrbratt wurn is. Dodurch hot siech der Spitznoame bis heit gehoaltn. Ner schod, dass dös damals kaaner aufgeschriebn hot. Dodrfier hamm mrs itze gemacht.

Abber ihr kennt eich denkn, dass dös durch die lange Zeit net mehr genau rauszekriegn is.

Oder? Wass is dr aane oder annere doch noch genauer? Mir wirden uns fraae, dodrvah noch wos ze hern!
 
„Ohrenbeißer“

Nein, Nein, so ein  Spitzname

Wer hat denn den bekommen? Das können doch nur die Treuener sein. Und ihr wollt doch schon lang einmal wissen, warum wir „Ohrenbeißer“ genannt werden. Die meisten rätseln oder erzählen ganz verschiedene Geschichten. Wir haben uns mal umgehört und ein paar ältere Leute befragt.

Zwei Varianten halten sich.

Die einen sagen, es war im „Treuener Hof“ (Schützenhaus) und die anderen meinen, in den „Veitenhäusern“ war es gewesen.

Im letztern ist es am wahrscheinlichsten, denn vor mindestens hundert Jahren haben sich ein ganz kleiner Treuener und einer aus Schreiersgrün in die Haare bekommen. Es soll aber ganz harmlos begonnen haben.

Es ging, wie meistens um das liebe Frauenvolk.

Der kleine Treuener, es soll ein richtiger Hämpftling gewesen sein, hat dem Großen angesprungen. Der hat sich an diesem festgeklammert, hat von diesem das Ohr erwischt und ein Stück davon sogar abgebissen. Nun könnt ihr euch denken, dass das wie ein Lauffeuer verbreitet worden ist. Dadurch hat sich der Spitzname bis heute gehalten. Nur schade, dass dies damals keiner aufgeschrieben hat. Dafür haben wir das jetzt gemacht.

Aber ihr könnt euch denken, dass das durch die lange Zeit nicht mehr genau herauszubekommen ist.

Oder? Weiß es der oder andere doch noch genauer? Wir würden uns freuen, davon noch was zu hören!

Herzlichen Dank an Klaus Kohl und Siegfried Petzold, den Geschichtschreibern in Mundart ;-)

Gasthof Veitenhäuser
Veitenhäuser

Treuener Hof - Schützenhaus
Treuener Hof - Schützenhaus