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22. Dezember 2012

Faszination Fotografie

Moderator Michael Kranefeld führt Interviews mit Barbara Hofmann-Johnson von der „Photographischen Sammlung“ der Stiftung Kultur in Köln und mehreren Fotografen. (Quelle: www.phoenix.de)


16. Dezember 2012

Fotograf: George Steinmetz

Die Wüstenbilder von George Steinmetz

Wüsten von oben “ - Die spektakulären Bilder eines fliegenden Abenteurers

Kontrollierte Waghalsigkeit und die extremsten Orte des Planeten sind die Leidenschaft des US-Amerikaners: „Wüsten von oben“ zeigt die Fotos, die der Fotograf und Geophysiker George Steinmetz in den letzten 15 Jahren geschossen hat. Mit einem ultraleichten Gleitsegler ist er über die Wüsten der Welt geflogen. Die südliche Sahara zum Beispiel.
Spektakuläre Bilder hat er aus seinem motorisierten Himmelsstuhl geschossen, von traumhaften Wüstenlandschaften in Algerien, im Jemen, im Tschad, in der Mongolei, in Bolivien und der Antarktis. Er wollte die wildesten und entferntesten Wüstengebiete der Erde finden und erkennt, dass diese lebendigen und gleichzeitig sterbenden Landschaften tatsächlich extrem zerbrechliche Ökosysteme sind. Metropolisbesucht George Steinmetz, der gerade wieder aus Afrika nach Hause gekommen ist, in seinem Heimatort bei New York. (Quelle: www.arte.tv)


12. Dezember 2012

Fotograf: Kai Wiedenhöfer

Borderlands-Grenzgänge 

Mit der Kamera zwischen den Fronten: Die Arbeit des mit zwei World Press Awards ausgezeichneten Fotografen Kai Wiedenhöfer spielt sich in Extremen ab, Steine und Gummigeschosse inklusive.
Egal ob sich um Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und israelischen Soldaten an der Mauer im Westjordanland handelt oder um betrunkenen Teenager, die auf den Straßen von Belfast nach der Kamera greifen: die Arbeit des 46-Jährigen ist gefährlich. (Quelle: www.3sat.de)

10. Dezember 2012

Der Kick beim Klick - Traumberuf Profi-Fotograf

Professionelle Fotografen sind gefragter denn je. Doch obwohl ein gutes Foto gutes Geld bringt, kann es auch jede Menge Ärger bedeuten. Süddeutsche Zeitung TV begleitet drei Profi-Fotografen bei ihrer Arbeit.
Mario aus Wien gilt als „Starfotograf" - nicht seine Models sind die Stars, sondern er. Sein Stil ist gefragt, große Modezeitschriften buchen ihn gern. Wenn ein Modelabel bekannter werden soll, greift man zu drei Mitteln: prominente Models, aufwändige Pressekampagnen, und Starfotografen wie Mario. Um sich diesen Status zu erhalten, muss er ununterbrochen kreativ sein, darf sich keinen stilistischen Fauxpas erlauben, und muss vor allem mit den manchmal sehr schwierigen Models umgehen können.
Volker ist Chefreporter-Fotograf einer Hamburger Boulevardzeitung. Das Klischee eines Großstadt-Journalisten: Rauchend, riskant fahrend, immer auf der Suche nach einer neuen Geschichte. Worum es geht, ist nicht wichtig, Hauptsache, sie löst Emotionen aus und hat das Zeug zum Stadtgespräch. Heute geht es um Jugendgewalt, morgen um Hygieneskandale, übermorgen um vom Abriss bedrohte Kirchen.
Goran ist Promifotograf, und von allen dreien hat er am meisten mit dem schlechten Ruf der Branche zu kämpfen. In Deutschland darf man Fotos nicht gegen den Willen der Promis veröffentlichen, aber ein Bild ist schneller gedruckt, als der Star „nein" sagen kann, also ist das Verhältnis gespannt. Paparazzi gehen den Stars auf die Nerven. Gorans Geschäftsprinzip daher: Gegenseitigkeit. Er fotografiert niemanden ohne Einverständnis und im Gegenzug sind die Promis aus Kultur und Gesellschaft nachgiebig und geduldig, wenn er seine Motive sucht - Süddeutsche Zeitung TV ist dabei.
   

5. Dezember 2012

Fotograf: Knut Wolfgang Maron

Es sind bewegende Bilder, die das Herz berühren. Über mehrere Jahre hat der Fotograf Knut Wolfgang Maron den Abschied von seiner Mutter mit Fotos dokumentiert. Dabei sind sehr intime, stille und zärtliche Momente aufgenommen worden. Insgesamt 170 Fotografien sind derzeit in Mülheim zu sehen. West ART hat mit Wolfgang Maron über das Sterben und Abschiednehmen gesprochen. (Quelle: www.wdr.de)

2. Dezember 2012

Die experimentelle Fotografie der 20er Jahre (Photo 5/5)

Für die politisch häufig links orientierte Fotografie-Avantgarde der 20er Jahre stehen berühmte Namen wie László Moholy-Nagy, El Lissitzky, Umbo und Alexander Rodtschenko. Wie auch die verwandten künstlerischen Strömungen Konstruktivismus und Bauhaus, bricht das "Neue Sehen" mit den tradierten Regeln professioneller Fotografen.
Die experimentelle Fotografie ist eng verzahnt mit der städtischen Kultur, aus der sie stammt: Extreme Auf- oder Untersichten, absichtlich unausgewogene Bildkompositionen, ungewöhnliche Bildperspektiven oder Verzerrungen feiern die Dynamik und Modernität von Maschinen und modernen Städten. Die Anhänger des "Neuen Sehens" sind von Wissenschaft und Technik fasziniert und weisen die Methoden der alten "Fotografie als Kunstform" kategorisch von sich. "Von nun an", schreibt der Bauhaus-Lehrer Moholy-Nagy, "wird der Zukunftswert der Fotografie nicht mehr von der Meinung eines Kunstkritikers, sondern von ihren Gesetzen selbst bestimmt".
Die neue Kunstrichtung experimentiert mit Fotogrammen, das heißt mit direkter Belichtung ohne Kamera, sowie mit Collagen und Doppelbelichtungen. Sie setzt alle denkbaren Mittel ein, um durch die Fotografie den Blick der Menschen zu erneuern und das menschliche Auge "mit Hilfe der mechanischen Optik zu schulen". So schreibt der russische Künstler Alexander Rodtschenko 1934: "Die Fotografie verfügt über alle notwendigen Rechte und Vorzüge, um die Kunstform unserer Zeit zu sein."
Doch diese experimentelle Utopie konnte der großen Krise der 30er Jahre nicht standhalten - mit den aufstrebenden totalitären Regimes in Deutschland und der UdSSR kehrte die "gute Fotografie", der Realismus und der Akademismus, nach Europa zurück. (Quelle: ARTE.TV)

1. Dezember 2012

Fotograf: Martin Schoeller

Wer ist Wer?

Zwillinge im Auge des Betrachters:
Eineiige Zwillinge haben dieselbe DNA, aber können wir sie trotzdem unterscheiden? Dieser Frage geht der 44-jährige Fotograf Martin Schoeller in seinem neuen Fotobuch Identical: Portraits of Twins (teNeues) nach. Die faszinierenden Bilder von Zwillingen fordern den Betrachter auf, kleine Unterschiede zu finden. West ART über verblüffende Ein- und Ansichten. (Quelle: www.wdr.de)

25. November 2012

Der Pictorialismus (Photo 4/5)

Der Pictorialismus wollte die Fotografie von ihrem "Geburtsfehler" - der objektiven und mechanischen Genauigkeit - befreien und strebte nach der für die Malerei typischen Subjektivität, nach weichen Konturen und "künstlerischer Unschärfe".
Der Pictorialismus entwickelte sich zeitgleich mit dem Symbolismus und teilte dessen Ablehnung der modernen Welt. Seine Motive waren vorwiegend nostalgisch oder ohne jeglichen zeitlichen Bezug: Die Fotos zeigten Geschichtliches, Mythen, religiöse Motive, Landschaften oder Akte.
So rückwärtsgewandt der Pictorialismus thematisch und ästhetisch war, so gewagt ging er formell vor und entwickelte fotografische Methoden - Weichzeichnung, Spezialobjektive, zeichnerische, grafische oder malerische Nachbearbeitung der Abzüge -, die auch die fortschrittlichsten zeitgenössischen Fotografen anwenden.
Getragen wurde diese gegenläufige Avantgarde von großen Fotografen wie Robert Demachy, Alvin Langdon Coburn, Frank Eugene, Edward Steichen und Alfred Stieglitz. Sie stellten ihre Kreativität in den Dienst einer Kunst, die mehr sein sollte als "nur" Fotografie und die in Europa und den USA rund zwei Jahrzehnte lang den Ton angab. (Quelle: ARTE.TV)

21. November 2012

Ohrenbeißer ?!

Warum werden die Treuener auch Ohrenbeißer genannt?

„Uohrnbeißer“

Naa, naa, su-e e Spitznoame

Wer hot denn den kricht? Dös kenne doch blu-eß de Treiischen sei. Un ihr wellt doch schoa lang emoll wissen, warum mir „Uohrnbeißer“ genennt wern. De meesten rätseln oder drzehln ganz vrschiedene Geschichten. Mir hamm uns moll imgehorcht un e poar ältere Leit befrecht.

Zwee Variantn halten siech.

Die ann sogn, is war im „Treiischen Huef“ (Schützenhaus) un de annern maane, dinne in ne „Veitnheiser“ wärs geween.

Im letztern is is am wahrscheinlichsten, denn vur mindestens hunnert Gahrne hamm siech e goanz klaaner Treiischer un aaner aas Schreiersgrie nei de Hoar kricht. Is söll abber goanz harmlues begunne hamm.

Is ging, wie meestens im dös liebe Weiberschvolk.

Der klaane Treiische, is söll e richtscher Hämfling geween sei, is denn Grueßn nahgesprunge. Der hot siech an demm festgeklammert, hot denn sei Uohr drwischt un e Stickl dodrvah zegoar ohgebissn. Nu kennt ihr eich denkn, dass dös wie e Laaffeier vrbratt wurn is. Dodurch hot siech der Spitznoame bis heit gehoaltn. Ner schod, dass dös damals kaaner aufgeschriebn hot. Dodrfier hamm mrs itze gemacht.

Abber ihr kennt eich denkn, dass dös durch die lange Zeit net mehr genau rauszekriegn is.

Oder? Wass is dr aane oder annere doch noch genauer? Mir wirden uns fraae, dodrvah noch wos ze hern!
 
„Ohrenbeißer“

Nein, Nein, so ein  Spitzname

Wer hat denn den bekommen? Das können doch nur die Treuener sein. Und ihr wollt doch schon lang einmal wissen, warum wir „Ohrenbeißer“ genannt werden. Die meisten rätseln oder erzählen ganz verschiedene Geschichten. Wir haben uns mal umgehört und ein paar ältere Leute befragt.

Zwei Varianten halten sich.

Die einen sagen, es war im „Treuener Hof“ (Schützenhaus) und die anderen meinen, in den „Veitenhäusern“ war es gewesen.

Im letztern ist es am wahrscheinlichsten, denn vor mindestens hundert Jahren haben sich ein ganz kleiner Treuener und einer aus Schreiersgrün in die Haare bekommen. Es soll aber ganz harmlos begonnen haben.

Es ging, wie meistens um das liebe Frauenvolk.

Der kleine Treuener, es soll ein richtiger Hämpftling gewesen sein, hat dem Großen angesprungen. Der hat sich an diesem festgeklammert, hat von diesem das Ohr erwischt und ein Stück davon sogar abgebissen. Nun könnt ihr euch denken, dass das wie ein Lauffeuer verbreitet worden ist. Dadurch hat sich der Spitzname bis heute gehalten. Nur schade, dass dies damals keiner aufgeschrieben hat. Dafür haben wir das jetzt gemacht.

Aber ihr könnt euch denken, dass das durch die lange Zeit nicht mehr genau herauszubekommen ist.

Oder? Weiß es der oder andere doch noch genauer? Wir würden uns freuen, davon noch was zu hören!

Herzlichen Dank an Klaus Kohl und Siegfried Petzold, den Geschichtschreibern in Mundart ;-)

Gasthof Veitenhäuser
Veitenhäuser

Treuener Hof - Schützenhaus
Treuener Hof - Schützenhaus

18. November 2012

Die inszenierte Fotografie (Photo 3/5)

Im Verlauf ihrer Geschichte schwankt die Fotografie unablässig zwischen zwei Polen: Einerseits scheint sie dazu geschaffen, die Wirklichkeit darzustellen, andererseits erkundet sie das Reich der Fantasie und der Inszenierung. Auch stellt sie zahlreiche Bezüge zu Malerei und Theater her. 
Abweichend von den Praktiken der realistischen Fotografie geht es den Fotografen ab den 60er Jahren nicht mehr nur darum, einen Augenblick der Wahrheit oder einen entscheidenden Moment objektiv festzuhalten. Vielmehr wollen sie eine Geschichte erzählen, die entweder die Form einer narrativen Sequenz in mehreren Bildern, Folgen oder Serien hat oder mit einer Vielzahl von Bezügen und Bedeutungsebenen spielt. Diese Strömung der "inszenierten Fotografie" erlebte dann ab Mitte der 70er Jahre in der künstlerischen Avantgarde erneut ein Revival. 
Heute beruht die Fotografie ebenso wie andere Medien nicht mehr auf dem blinden Glauben an die Wahrhaftigkeit des dargestellten Objekts. Doch zugleich erscheint sie nach wie vor authentisch. Mit diesem Widerspruch spielen viele zeitgenössische Fotografen. Der Film befasst sich mit wesentlichen Techniken zur postmodernen Dekonstruktion der scheinbaren Authentizität der Fotografie. (Quelle: ARTE.TV)

Fotograf: Karl Lagerfeld - "The Little Black Jacket"

Chanels Klassiker: The Little Black Jacket

„The Little Black Jacket“ - Ein Klassiker von Chanel reist um die Welt
Sie ist eine Ikone der Mode und krönt jedes Outfit, die „Little Black Jacket“. Vor 50 Jahren hat Coco Chanel die schwarze Tweedjacke entworfen und zum Klassiker gemacht. In keiner der sechs Chanel-Kollektionen pro Jahr fehlt sie. Karl Lagerfeld hat das Modell seit 1983 immer wieder neu interpretiert.
Für ein Kunstprojekt setzte der Modezar die "Little Black Jacket" nun auch mit seiner Kamera in Szene. In seinem Pariser Studio fotografierte Karl Lagerfeld 113 Prominente mit dem modischen Klassiker - Frauen UND Männer. Denn inspiriert wurde Coco Chanel für die Kreation der „Little Black Jacket“ einst von der Uniform des Liftboys eines Salzburger Hotels.
Beim Fotoshooting durften Lagerfelds Modelle - darunter Vanessa Paradis, Yoko Ono oder Alexander Wang - ihr Outfit zur Jacke und das Styling selbst bestimmen. Sarah Jessica Parker etwa trägt die schwarze Tweedjacke als Kopfbedeckung.
Die ungewöhnlichen Fotos sind jetzt in einem Bildband erschienen und reisen in einer Wanderausstellung um die Welt. Nach Tokyo, New York, Hongkong und London eröffnet die Ausstellung am 23. November in Berlin. Metropolis hat Karl Lagerfeld in London zum Interview getroffen. (Quelle: ARTE.TV)

Fotograf: Axel Hoedt

Der Fotograf Axel Hoedt und die Fastnacht

Eigentlich ist Axel Hoedt Mode- und Werbefotograf in London und alles andere als ein Fan der Fastnacht, der närrischen „fünften Jahreszeit“ im deutschen Südwesten. Dort ist der gebürtige Freiburger aufgewachsen, und all die maskierten, tobenden und grölenden Narren waren ihm als Kind eher suspekt. Er mochte das organisierte Brauchtum nicht.
Heute, aus der Distanz und mit Mitte 40, entdeckt er die Fastnachts-Tradition seiner alten Heimat neu und anders. Drei Wochen reiste Axel Hoedt während der „närrischen Tage“ durch Südwestdeutschland und fotografierte - jenseits der gängigen Klischees - die Maskierten mit ihren kunstvollen und aufwendigen Kostümen. Er bricht radikal mit der gängigen Bildsprache. Auf seinen Fotos gibt es keine wilden Luftsprünge vor Menschenmengen und romantischem Fachwerk. Kein tolles Treiben ist zu sehen, sondern Narren in ernster Pose, vor heller Leinwand, Wellblechgaragen oder im Wald. Immer wieder konfrontiert Hoedt die urigen, oft gruseligen Masken mit winterlich-starren Landschaften und erinnert damit daran, was die Fastnacht einst war: ein letztes rauschendes Fest vor dem Anbruch einer kargen Zeit - der Fastenzeit.
In seiner Wahlheimat London, wo der preisgekrönte Fotograf seit 1999 lebt, gilt die deutsche Fastnacht als „extrem exotisch“, sagt Axel Hoedt. „Der Aufwand bei so einer Fastnachtsfigur ist vom Zeitlichen her durchaus mit einem Couturedress zu vergleichen“. (Quelle: ARTE.TV)

13. November 2012

Fotograf: Jürgen Teller

Juergen Teller ist einer der erfolgreichsten Modefotografen unserer Zeit. Seit zwanzig Jahren fotografiert er z. B. die Kampagnen des Modedesigners Marc Jacobs. 
Neben Selbstporträts, in denen er sich häufig nackt vor der Kamera zeigt, fotografiert er hauptsächlich seine Familie und Freunde. In den letzten Jahren hat er sich verstärkt Fotoinszenierungen gewidmet, die er unter anderem mit der Schauspielerin Charlotte Rampling oder dem Supermodel Kristen Mc Mennamy realisiert hat. Teller lebt seit über 20 Jahren in London. Aufgewachsen ist er in Deutschland, im fränkischen Dorf Bubenreuth. Dort betreibt seine Familie eine Stegmacherei für Saiteninstrumente in der dritten Generation. Teller begann dort als junger Mann eine Ausbildung als Bogenbauer, die er aufgrund eines allergischen Asthmas wieder abbrechen musste. In der Folge ging er nach München, um dort eine Fotografenausbildung zu absolvieren. Um der Bundeswehr zu entgehen, ging er Ende der 80er-Jahre nach London. Dort fotografierte er Musiker wie Elton John, Simply Red und die Cocteau Twins für die neuen Zeitgeistmagazine iD, Face und Arena oder für Plattencover. Berühmt wurde er unter anderem durch seine Aufnahmen der Band Nirvana und deren Sänger Kurt Cobain. Der Dokumentarfilmer Reiner Holzemer durfte Juergen Teller zum ersten Mal bei der Arbeit porträtieren. Bisher hatte der Fotograf Anfragen dieser Art immer abgelehnt. Er begleitet ihn bei einem Modeshooting für Marc Jacobs mit der Schauspielerin Helena Bonham Carter (Kings Speech, Harry Potter, Fight Club), bei Modeaufnahmen mit der britischen Designerin Vivienne Westwood in afrikanischen Slums, und bei Aufnahmen mit dem britischen Model Lilly Cole und dem amerikanischen Magier David Blaine. Reiner Holzemer begleitet Juergen Teller auch nach Bubenreuth, wo er seine Kindheitserinnerungen an den schwierigen Vater schildert und eines seiner wichtigsten Bücher, das "Märchenstüberl" fotografiert hat. (Quelle: rbb-online.de)


11. November 2012

Die neue deutsche Objektivität (Photo 2/5)

Bernd Becher und seine Frau Hilla, beide im Deutschland der 30er Jahre geboren, begründeten in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Düsseldorfer Fotoschule. Mit ihren fotografischen "Typologien" von zum Abriss verurteilten Industriebauten sorgten sie für grundlegende Umwälzungen in der fotografischen Praxis. 
Ihre Bilder ließen stets auf eine einheitliche Machart schließen: einheitliche Kadrierung und Belichtung, keinerlei Schattenspiel und "expressionistische" Verzerrungen, eine gewisse Vorliebe für Geradlinigkeit und das Streben nach Objektivität, das sowohl in ihren eigenen Bildern als auch in denen ihrer namhaften Absolventen vordergründig gehandelt wird. Als Bernd Becher 1976 eine Professur für Fotografie an der Kunstakademie Düsseldorf übernahm, zählten mit Candida Höfer, Petra Wunderlich, Thomas Struth, Thomas Ruff und Andreas Gursky einige der einflussreichsten Fotografen des späten 20. Jahrhunderts zu seinen Schülern. 
Obgleich entscheidend von der Becher'schen Ästhetik geprägt, vermochte jeder von ihnen eine eigene fotografische Handschrift zu entwickeln: Für die einen wurde die Farbfotografie Werkzeug für Neuinterpretationen der Wirklichkeit, andere hielten der Schwarz-Weiß-Technik die Treue. Selbstverständlich nutzen die Künstler auch die Möglichkeiten der digitalen Fotobearbeitung. Allen gemein ist die Vorliebe für Großformate. So schaffte die Fotografie den Sprung vom bloßen Dokument zum Kunstwerk, das so manchem Gemälde den Platz im Museum streitig macht. 
Die Dokumentation zeichnet die Entwicklung der fotografischen Praxis nach, für die die Düsseldorfer Fotoschule steht. Weniger einem künstlerischen Anspruch genügend, betrachteten die Bechers Fotografie als ein dokumentarisches Medium, dessen enger Realitätsbezug in der Technik selbst begründet lag. Heute hat sich diese Sichtweise geändert. Dadurch hat die Fotografie zwar an Freiheit gewonnen, aber sie hat auch etwas von ihrer Unschuld eingebüßt. (Quelle: ARTE.TV)


8. November 2012

Das Jahrhundert des Henri Cartier-Bresson

Eigentlich wollte er Maler werden, doch dann prägte Henri Cartier-Bresson das 20. Jahrhundert mit seiner Kamera. Seine Leica M schussbereit, lag er, wie er selbst gerne sagte, "auf der Lauer" und wartete auf den "entscheidenden Augenblick". Seine Bilder waren durchwegs in Schwarz-Weiß und immer im Maßstab des Kleinbildnegativs gehalten.
Henri Cartier-Bressons hielt die großen Ereignisse des 20. Jahrhunderts fest, von der Befreiung von Paris 1944, der Machtübernahme der Kommunisten in China 1959 bis hin zur den ersten Bildern aus der Sowjetunion 1955. Wir verdanken ihm auch eine Reihe wunderschöner Porträts von großen Persönlichkeiten aus dieser Zeit. So porträtierte er neben vielen anderen auch Mahatma Ghandi, Coco Chanel, Harry S. Truman, das Ehepaar Joliot-Curie, Georges Braque, Pierre Bonnard. (Quelle: ARTE.TV)


 

7. November 2012

Als Bestandskunde bei 1&1 mal wieder der Gelackmeierte!

Am 8.10. erhielt ich von 1&1 eine erfreuliche Mail, einige Zeit später sogar nochmal schriftl. per Post:
Am 02.11.2012 wird das DSL-Netz an Ihrem Anschlussort modernisiert. Mit dieser Modernisierung möchten wir für Sie die Qualität und Leistung unserer DSL-Produkte noch weiter verbessern. In vielen Fällen erhöht sich sogar die nutzbare Bandbreite ... 
Kurz vor o.g. Termin erhielt ich sogar noch kostenlos eine neue Fritz!Box 7390 (bei 1&1 der HomeServer 50.000+) - sensationell. Die neue Fritz!Box dank des Start-Codes schnell installiert, funktionierte auch alles wunderbar. Dann kam ich auf die Idee, wenn schon auf dem Kästchen was von 50.000 steht, doch gleich mal bei 1&1 nachzuschauen, ob nicht auch ein entsprechender Tarif zur Verfügung steht in den man wechseln könnte. Ein VDSL-Check auf der 1&1-Seite ergab, dass VDSL mit 50.000 an meinem Wohnort verfügbar wäre. Also im Control-Center für 1&1-Kunden eingeloggt, dort auf Tarifwechsel: 
Für Ihren DSL-Vertrag ist derzeit kein Tarifwechsel verfügbar.
Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!
Mmh, also bei 1&1 anrufen. Die Aussage des Mitarbeiters: Der Wechsel bzw die Umstellung ist erst am 2.11. möglich. OK, leuchtet ein. Es wurde mir sogar erzählt, ich könnte die neue Bandbreite ohne Aufpreis nutzen. Mein Tarif würde einfach automatisch an die neue Bandbreite angepasst.
Am 2.11. erfolgte auch wie angekündigt, die Modernisierung der Leitung, meine Fritz!Box synchronisierte auch mit 50.000/10.000 kBit/s. Doch ein Zuwachs an Geschwindigkeit vor allem beim Upload war nicht zu erkennen. Was mir auch durch verschiedene Speed-Tests (www.initiative-netzqualitaet.de und www.avm.de) bestätigt wurde. Die Übertragungsrate war knapp 14.000/1.000 kBit/s :-(.


Nun gut, nach ein paar Tagen wieder im Control-Center eingeloggt auf Tarifwechsel - immer noch kein Wechsel möglich. Also wieder beim 1&1-Support anrufen. Diesmal war die Aussage: Meine Leitung hätte auch noch nicht die VDSL-Bandbreite. Und sie würden das an die Technik weitergeben. Meine Hinweise, dass mein Modem aber mit VDSL synchronisiert wurden ignoriert.
Einen Tag später bekomme ich einen Anruf von einem 1&1-Techniker: Auf meinem Anschluss sei VDSL verfügbar und alle technischen Voraussetzungen zur Nutzung der kompletten Bandbreite wären gegeben. Es lege einzig noch an meinen bestehenden Tarif, dass die Bandbreite auf 16.000  gedrosselt wird. Ich solle mich doch bitte an die Vertragsabteilung wenden.
Dies habe ich nun schon mehrmals per Mail und per Telefon gemacht. Die Antwortmails scheinen nur Textbausteine zu sein und am Telefon bekommt man nur die Aussage es sei technisch noch nicht möglich, was man zwar bedaure aber eben auch nicht ändern könne. Man kann mir aber auch nicht sagen, wann denn die Umstellung auf VSDL bzw. die Nutzung der kompletten Bandbreite möglich sei. Die Nachfrage von mir, ob mir bei Neuanmeldung VDSL zur Verfügung stehe wurde eindeutig bejaht. Im Nebensatz wurde mir noch gesagt, dass mein Vertrag doch noch einige Zeit läuft und der Vertrag eben nur auf DSL bis zu 16.000 kBit/s besteht....

Manchmal kann ich die Vorgehensweise und den Service solcher Firmen wie 1&1 nicht nachvollziehen. Als Bestandskunde ist man mal wieder der Gelackmeierte. Kann es denn wirklich so schwer sein den Hahn für Bestandskunden einfach ein Stück weiter aufzudrehen und mehr Bandbreite auf einer Leitung, auf der es nach eigener Aussage möglich ist, mehr Daten durchzulassen???

5. November 2012

Fotografie als Kunst 1850 - 1860 (Photo 1/5)

Mitte des 19. Jahrhunderts, etwa 25 Jahre nach ihrer Erfindung, galt die Fotografie noch als bloße wissenschaftliche Spielerei. Die genaue Realität einzufangen, ist damals noch etwas vollständig Neues. Doch in den Jahren 1850 bis 1860 setzte sich ein knappes Dutzend Fotografen in Frankreich und England für die Anerkennung der Fotografie als Kunstgattung ein. 
Das Jahrzehnt ist geprägt von Namen wie Talbot, Nadar, Le Gray, Baldus, Robinson, Rejlander und Fenton. Sie waren die ersten, die umfassend mit den Möglichkeiten des fotografischen Schaffens und mit dem Verhältnis zwischen Fotografie und Wirklichkeit experimentierten. 
Mit Hilfe von Animationstechniken untersucht Stan Neumann die ersten Fotografien. So erweckt der Film die starren Bilder gewissermaßen zum Leben und zeigt die bewussten Entscheidungen, aber auch Zufälle auf, die ihnen ihre besondere Ausdruckskraft verliehen haben. Jedes gezeigte Foto wird wieder zu einer Geschichte, fast wie ein kleines fotografisches Drama, von dem das fertige Bild nur den letzten Akt darstellt. 
Der Zuschauer wird so "von innen" heraus an technische Aspekte wie Kadrieren, Beleuchtung oder Fotomontageverfahren herangeführt und wird selbst zum Akteur in dem komplexen Geschehen zwischen Fotografie, Fantasie und Wirklichkeit.(Quelle: ARTE.TV


8. September 2012

Fotograf: Herbert Matter

Mit Schweizerischer Bescheidenheit ging es dem Gestalter und Künstler Herbert Matter (1907 - 1984) immer nur darum, gute und relevante Arbeiten zu produzieren - auf Papier, Foto, Film und mit Ausstellungsdesign. Selbstinszenierung war für ihn ein Fremdwort, und so erstaunt es kaum, dass obwohl seine Arbeiten von Studentenzeit an praktisch lückenlos archiviert und dokumentiert sind, über die Person Herbert Matter kaum etwas bekannt ist.
Die Dokumentation "Die visuelle Sprache des Herbert Matter" stellt den Pionier der Fotomontage, den visionären Gestalter, Fotograf und Filmer vor. (Quelle: www.zdf.de)


 

1. September 2012

Fotograf: Alberto Venzago

Der Schweizer Fotograf, Filmrealisator und Kameramann Alberto Venzago gehört seit den 1980er Jahren international zu den erfolgreichsten Vertretern seines Fachs. Seine dokumentarischen Reportagen sind in Magazinen wie "Life", "Stern" oder "Geo" erschienen, die Werbefilme im Auftrag prominentester Agenturen und Kunden haben Kultcharakter. Venzago hat zudem als Kameramann Aufsehen erregt: für Wim Wenders und für einen Film zum Kampf von Greenpeace gegen den Walfang in der Antarktis. Als Regisseur realisierte er die Langzeitbeobachtung "Mounted by the Gods" zum Voodoo-Phänomen in Benin und "Mein Bruder der Dirigent", eine persönliche Hommage an den Maestro Mario Venzago.
Beat Kuert und Michael Lang treffen den in Zürich lebenden Alberto Venzago auf dem Furkapass. Das Porträt aus der Reihe "Berg und Geist" vermittelt einen Einblick in die Seh- und Denkweise eines vielfältigen Kreativen. (Quelle: www.zdf.de)


 

22. August 2012

Tirol in Augenblicken: 150 Jahre Fotografie im Land der Berge

Vor 150 Jahren hat die Geburtsstunde eines neuen Mediums geschlagen, das bis heute das Bild Tirols entscheidend prägt. Im Jahr 1862 sind die ersten gewerblichen Fotografen registriert worden.Die ältesten Fotos dokumentieren den Bau der Brenner-Eisenbahn. Aus dieser Zeit existieren auch die ersten Stadtansichten von Innsbruck. In der Gegenüberstellung zu heute zeigen sie einen fundamentalen Wandel in Siedlungsentwicklung, Gesellschaft, Arbeitswelt.
Die Anfänge des neuen Mediums haben vor allem Maler für sich entdeckt. So der Vater von Albin Egger Lienz, Georg, der als einer der ersten gewerblichen Fotografen tätig war. Sein Hof, sein "Atelier" und der Garten, in dem er damals auch seinen berühmten Sohn abgelichtet hat, existieren heute noch.
Die Dorffotografen: Bald hat sich das Feld der Fotografen verbreitert, etwa auf fotografisch ambitionierte Dorfbewohner, die die Menschen in ihrer Heimatgemeinde systematisch abgelichtet haben. Die Naturfotografen: Sie gehen oft zig-mal an einen Foto-Platz, um einen bestimmten Berg oder eine seltene Blume in einer ganz besonderen Stimmung fotografieren zu können. Die Künstler.


 
Andere Spezialisten haben die Kunstfotografie zu ihrem Credo gemacht, eine Form, die sich bis heute weiter entwickelt. Die "Spinner": Dokumentarfotografen wie Lois Hechenblaikner sind mit oft provokanten Fotos über Auswüchse des Massentourismus vielerorts angeeckt und regen zum Nachdenken an. Die neuen Trends:Jüngste Strömungen gehen wieder zurück zum Ursprung der Fotografie: Malen mit der Kamera, es entstehen Bilder, die gemalt sein können und eigentlich nur "zufällig" mit der Kamera gemacht werden. (Quelle: www.orf.at)

13. August 2012

Fotograf: Josef Sudek

Fachleute zählen den tschechischen Fotografen Josef Sudek (1896-1976) zu den zehn bedeutendsten Fotografen der Fotogeschichte. Sudek fotografierte alle Genres wie Naturaufnahmen, Landschaften, Akte, Porträts oder Stillleben in derselben hohen Qualität, obwohl er im Ersten Weltkrieg seinen rechten Arm verloren hatte und eigentlich nur Fotograf wurde, weil eine Arbeit als Buchbinder nicht mehr möglich war. Sudek gilt als Chronist der Stadt Prag, in der er 1927 ein Fotoatelier einrichtete, "Praha Panoramicka", ein Buch mit Panoramaaufnahmen der Stadt vom Zentrum bis hinaus in die Peripherie, das 1959 erschien, zählt zu den ungewöhnlichsten Fotobüchern überhaupt. Doch letzlich verdankt Josef Sudek, der nur alte Plattenkameras benutzte und Großnegative bis zum Format 30 x 40 cm belichtete, seinen Ruhm den Stillleben von Alltagsgegenständen, die in seinem bescheidenen Gartenatelier entstanden und einer Serie, die den schlichten Titel "Blick aus meinem Fenster" trägt. Thomas Honickel stellt in seinem Film die verschiedenen fotografischen Zyklen Sudeks vor. Ehemalige Assistenten und Anna Fárová, früher Kuratorin am Prager Kunstgewerbemuseum, die seinen Nachlass erbte, erzählen von seiner Arbeitsweise und von seiner leicht schrulligen Persönlichkeit, die über Jahrzehnte hinweg zum Prager Stadtbild gehörte. Aber der Filmautor begibt sich auch außerhalb von Prag auf die Spuren Sudeks. (Quelle: www.br.de)

6. August 2012

Fotograf: Bert Stern

Zur Fotografie kam Bert Stern eher zufällig. Als Hilfskraft in der Poststelle von "The Look Magazine" freundete er sich mit einem Inhouse-Fotografen namens Stanley Kubrick an. Später begann er, sich selbst für die Fotografie zu interessieren. Erste Fotos schoss er als Soldat im Koreakrieg. Sterns kometenhafte Karriere begann im Goldenen Zeitalter der Werbung: Seine Aufnahmen für die Smirnoff-Werbekampagne "Driest of the Dry" brachten der Wodkamarke eine schwindelerregende Umsatzsteigerung, machten Amerika zu einem Wodka trinkenden Land und den 25-jährigen Stern zu einem der gefragtesten Fotografen seiner Zeit.
Madison Avenue, Hollywood und die internationale Modeszene rissen sich plötzlich um ihn. Bert Stern war Teil dessen, was George Lois als die "kreative Revolution" bezeichnete. Zusammen mit Irving Penn und Richard Avedon prägte er das Konzept des Starfotografen. Er porträtierte die schönsten Frauen der Welt, darunter Jean Shrimpton, Suzie Parker, Audrey Hepburn, Brigitte Bardot, Twiggy, Liz Taylor und Marilyn Monroe ("The Last Sitting"). Zur Frau nahm er Allegra Kent, die schöne, weltberühmte Ballerina und die Lieblingstänzerin George Balanchines.


 
Keine Wolke trübte den Himmel dieses Jungen aus Brooklyn, dem sich das Leben von der Sonnenseite zeigte. Stern spricht offen und ohne Umschweife über sich selbst, seine Leidenschaften - und seinen Fall. Die Dokumentation setzt sich mit Begriffen wie Kreativität, Ruhm, und Verlangen auseinander, aus der Perspektive eines Mannes, der - fast - alles hatte, was ein Mensch sich wünschen kann. (Quelle: ARTE.TV)

5. August 2012

Fotofestival Arles

Fotofestival Arles, ein Ausschnitt aus der ARTE Sendung Metropolis vom 04.08.12.
Ein Foto-Festival macht Arles zum richtigen Platz für Neues und Ungewöhnliches im Bereich der Fotografie.
   


Die „Rencontres d' Arles“ sind eines der bedeutendsten Fotografie-Festivals der Welt. Metropolis besucht das Festival und schaut hinter die Fassade der Institution für Fotografie in Frankreich schlechthin: die „Ecole Nationale Superieure de la Photographie Arles“ (ENSP), diewichtigste Schule für Fotografie, feiert gerade ihr 30-jähriges Bestehen. 
Die „Rencontres“ würdigen das Jubiläum mit einem Schwerpunkt innerhalb des Festivals. Metropolis trifft Absolventen der ENSP wie etwa den Fotografen Jean-Christoph Béchet, der als Mit-Herausgeber der Fotozeitschrift „Magazines Réponses“ in Frankreich sehr bekannt ist. 
Aber auch zahlreiche internationale Fotografen sind bei den „Rencontres“ vertreten, wie die junge deutsche Fotografin Regine Petersen, die in diesem Jahr für den „Discovery Award“nominiert ist. (Quelle: ARTE.TV)

1. August 2012

Exif für den analogen Film

Seit einiger Zeit bin ich ja nun auf dem Trip wieder mit Film in Schwarz-Weiß auf Kleinbild und Mittelformat zu fotografieren. Zwar wird der Film am Ende wieder eingescannt und am PC bearbeitet, aber die Neuentdeckung der Langsamkeit beim Fotografieren und die Prozedur der Filmentwicklung hat einfach seinen Reiz. Jeder der das macht oder gemacht hat wird es nachvollziehen können.
Trotz aller (N)ostalgie bin ich ein Datensammler. Meine digitalen Bilder werden über die Exif-Daten verschlagwortet und per Geo-Tracking mit Standortdaten versehen. Genau dies ist bei der analogen Fotografie kaum bzw. nur mit sehr sehr viel Aufwand möglich.
Heute habe ich eine Android-App  entdeckt, welche etwas Erleichterung verspricht. Ganz ohne Handarbeit geht es nicht aber mit Exif4Film von Code United verspricht einiges an Erleichterung.

       

Wie bei der Kamera selbst muss der Anwender auch virtuell in seinem Smartphone einen Film einlegen. Dies geschiet über die Ein- und Angabe von entsprechenden Daten wie Filmtyp, Fabrikat, Kamera Objektiv usw. Dann wird bei jeder analogen Aufnahme ein Schlater auf der App gedrückt und die Daten werden ggf. noch nach Blende, Belichtungszeit abgefragt und dann gespeichert, auch GPS-Daten, Datum und Uhrzeit werden gespeichert. Die erfassten Daten können z.B. über eine SD-Karte exportiert und mit einer Windows-Anwendung zu den gescannten Bildern verküpft werden. Und somit sind dann auch in den analogen Bildern Exif-Daten vorhanden.
Ich finde es eine prima Idee. Erfordert auch einiges an Disziplin aber dem gescannten Negativ ist es nicht mehr anzusehen auf welchem Film das Bild gemacht wurde und nach einiger Zeit können solche Informationen durchaus von Interesse sein/werden.

Ich werde es mal weiter ausprobieren und zu gegebener Zeit wieder berichten.

28. Juli 2012

Fotograf: Rico Nestmann

Auf der Insel Rügen ist Rico Nestmann aufgewachsen. Schon als 13-Jähriger war er ständig in der Wildnis vor seiner Haustür unterwegs, "stellte" den Vögeln nach, beobachtete, beringte sie, später griff er auch zum Fotoapparat. Aus dem Hobby ist sein Beruf geworden: Rico Nestmann arbeitet seit den 90er-Jahren als Fotograf, Schriftsteller und Journalist, lädt zu Führungen durch die Natur ein, begleitet Kranichfahrten. Zu sehen sind seine Arbeiten nicht nur in seinen zahlreichen Fotobänden, sondern derzeit auch im Meeresmuseum Stralsund in seiner neuesten Ausstellung.
   


Der Film zeigt, was der Naturfotograf alles auf sich nimmt, um seine Fotoverstecke an den rechten Platz zu rücken, wie geduldig er darin ausharrt, bis er endlich das Bild bekommt, das er unbedingt haben möchte. Manchmal wartet er dabei vergebens auf Adler und Co. Und manchmal begibt er sich selbst in die Vogelperspektive, wenn er Fotos von seiner Lieblingsinsel Rügen aus dem Flieger heraus macht.
(Quelle: NDR)

26. Juli 2012

Filmentwicklung

Vergangen Samstag war es soweit, die erste eigenständige Filmentwicklung nach langer Zeit. Ich hatte zwar schon, wie bereichtet, bei einem Dunlkammer-Workshop mit gemacht. Und dabei entstand ja die Idee im Hybritverfahren Bilder zu machen, das heißt "analog" mit Film zu fotografieren und dann die Negative einzuscannen.
Mit Frank haben wir nun uns mal selber ans Werk gewagt. Zur Entwicklung standen zwei Kleinbild- und zwei Rollfilme. Eine Dunkelkammer hatten wir nicht, deshalb kam ein Wechselsack zum Einsatz. Nach einer Trockenübung bei Licht folgte das Einlegen in die Entwicklerdose dann in Echt. Entwickler, Stoppbad und Fixierer wurden angesetzt und temperiert. Es galt noch die entsprechenden Zeiten für die verschiedenen Bäder zu ermitteln, da zauberte Frank sein iPhone hervor und startete eine App die mich begeisterte.
Massive Dev - App
Massive Dev von Digitalruth Photo ist die besagte App die es für iPhone und Android gibt. Kostet zwar um die 7 Euro, die es aber meiner Meinung nach wert ist.
Massive Dev Chart besitzt eine recht umfangreiche Datenbank an verschiedenen Filmen und Entwicklern. Zum entsprechenden Film und dem benutzen Entwickler wird sofort die entsprechende Entwicklungsdauer angezeigt, es lassen sich auch Filme pushen. Massive Dev bietet auch einen Timer der den gesamten Entwicklungprozess von der Entwicklung über Fixieren und Wässern exakt steuert, selbst der Kipprhythmus wird akustisch angezeigt. Leider erst viel später erkundet lässt sich über diese App auch das Ansetzen der Entwicklerlösung hervorragend ermitteln. Einfach die gewünschte Menge Lösung (z.B. 500ml) und das Mischungsverhältnis (wird bereits vorgeschlagen) eingeben und man erhält die benötigten Angaben.
Sicherlich gibt es genügend Internetseiten aus denen man dies auch ablesen kann, aber die Vorteile des Times und die Handlichkeit im Handy sind gut gelungen, zumal es recht aufwändig ist den PC ins Bad bzw. Küche zu bringen, wo die Entwicklung stattfindet.

Und hier noch ein paar Eindrücke aus dem Spantan-Labor...
     

25. Juli 2012

Fotograf: Jürgen Schadeberg

Jürgen Schadeberg ist einer der ganz großen Fotografen der Gegenwart. Seine künstlerische Laufbahn umfasst ein halbes Jahrhundert dokumentarischer Fotografie. Er ist ein meisterhafter Chronist der Zeitgeschichte: Bereits seine Bilder des jungen Anwalts Nelson Mandela gingen um die Welt - und ein Vierteljahrhundert später sind seine Fotos des im Kampf gegen die Apartheid ergrauten Führers in seiner Gefängniszelle wieder überall abgedruckt worden.
   


Als Teenager machte Schadeberg eine Ausbildung zum Fotografen bei der Nachrichtenagentur dpa in Hamburg. 1950 wanderte er nach Südafrika aus und wurde Fotograf, Bildredakteur und künstlerischer Leiter des Magazins "Drum". In dieser ersten Illustrierten für die schwarze Bevölkerung begann er, deren Lebens- und Arbeitsbedingungen zu dokumentieren. Er wurde zum Chronisten der Unterdrückung und des Befreiungskampfes während der Apartheid.
1964 verließ Jürgen Schadeberg Südafrika und zog nach London, wo er in den 60er und 70er Jahren als freiberuflicher Fotojournalist in Europa und Amerika für viele international renommierte Magazine tätig war. Seine Fotografien dieser Zeit sind eine weitreichende Mischung von sozialer, dokumentarischer Fotografie und beinhalten auch abstrakte Arbeiten.
Jürgen Schadeberg, manchmal auch "Vater der südafrikanischen Fotografie" genannt, ist eine wichtige Person in der südafrikanischen und internationalen Fotografie. Sein Hauptwerk, zu dem mehr als 100.000 Negative gehören, zeigt einen Reichtum an zeitlosen Bildern mit Symbolcharakter. Jürgen Schadeberg, dessen jüngstes Buch, ein Rückblick über 60 Jahre Arbeit im Feld der Fotografie, gerade erschienen ist, arbeitet heute an weiteren fotografischen Projekten, Büchern und Ausstellungen und vergrößert stetig sein Archiv von mit der Hand entwickelten Silberdrucken. (Quelle: ARTE)

1. April 2012

Vorsicht beim Kabelfernsehen in Treuen


Kabelfernsehen in Treuen wird seit einiger Zeit durch Tele Columbus (TC) zur Verfügung gestellt. In den letzten Wochen und Monaten kam das Laufband der Sender zur Abschaltung der analogen Fernsehens immer öfters und hatte fast schon Nervfaktor. Vor eingier Zeit schickte TC ein Rundschreiben an die Haushalte, man wolle Ende März den analogen Fernsehempfang auch nach dem 30.4. weiterhin durch Signalumwandlung gewährleisten.
Die Umstellung auf Digital-TV ist laut Prüfung auf der Webseite von TC für Treuen nicht möglich, von Telefon und Internet über Kabel gar ganz zu schweigen...
Anfang der 90er Jahre hat eine lokale Firma in Treuen ein Kabelnetz aufgebaut, dafür musste jeder der es nutzen wollte einmalig 1000,- DM zahlen. Bei den damaligen Preisen für Satellitenanlage durchaus fair. Nach ein paar Jahren übernahm eine andere Firma das Kabelnetz und verlangte dann eine monatliche Gebühr von anfänglich was um die 5,- DM im Laufe der Jahre und einigen Wechsel der Kabelnetzbetreiber erhöhte sich dann der Preis über einige Abstufungen auf 11,99 €. Etwas überrascht war ich, als ich durch Umzug innerhalb Treuens ein neuer Vertrag zu Stande kam und auf einmal 13,99 € zahlen musste.

Webseite: Tele Columbus GmbH
Mitte März habe ich mal wieder auf der Webseite von www.telecolumbus.de vorbei geschaut und siehe da, Digital-TV sogar in HD in Treuen möglich! Die Erläuterungen im Web waren für mich nicht ganz eindeutig, also schnell mal bei TC angerufen. Die gute Frau am Telefon dort erklärte mir, dass ich für den sog. Digtalen Kabenanschluss HD 16,49 €/Monat zahle. Mehrmalige Nachfrage ergab, dass keine weiteren Kosten außen den 16,49 € auf mich zukommen. Also noch das CI+ Modul für einmalig 89,90 € bestellt.
Am 16.3. - zwei Tage nach Bestellung - kam dann das CI-Modul, Smartcard und Auftragsbestätigung. Alles umgehend installiert, Sendersuchlauf gestartet - keine neuen Programme von HD-Sendern ganz zu schweigen. Nach mehrmaligen erfolglosen Versuchen dann den Support von TC angerufen, wieder ohne Ergebnis: Eigentlich müsste es funktionieren, die Smardcard wäre auch freigeschalten. Erneuter Anruf einen Tag später beim Support: Es müsse ein Techniker vorbei kommen. OK, dann warten ich halt auf den Techniker. Zwei Tage später kommt ein Anruf von einem Techniker von TC: Es könne noch gar nicht funktionieren, da die Umstellung erst am 29.3. in Treuen erfolgt....
Was ist das für eine "kompetente" Firma, die nicht weiß was in ihrem Netz los ist? Nun dann warte ich noch die paar Tage. Derweil kam aber schon die Rechnung über den neuen Kabelanschluss, natürlich mit einem Abrechnungszeitraum vom 15.3. - 31.3.12. 
Nun gut am 30.3. waren die "alten" analogen Sender völlig durcheinander einige fehlten. Aha, es muss also die Umstellung stattgefunden haben. Einen neuen Suchlauf gestartet: siehe da, viele, viele neue Sender und auch die heiß ersehnten HD-Programme.
Durch das Chaos der Umbelegung der analogen Sender, hat mich meine Mutter gebeten ihren Fernseher neu zu programmieren. Bei dieser Gelegenheit kamen wir auf die Idee auch diesen Anschluss auf Digital umzustellen. Also gleich bei TC angerufen und den Digitalen Kabelanschluss HD bestellt - ich hatte ja Erfahrung ;-)
Bei diesem Anruf stellt sich heraus, dass bei der Bestellung noch ein weiteres TV-Paket "DigitalTV Komplett", welches knapp 16,- €/mtl. kostet, für zwei Monate zum testen bereitgestellt wird. Wir wollten dieses TV-Paket nicht testen und nur den normalen Kabelanschluss mit HD. Dies sei nicht möglich, so die Aussage von der TC-Mitarbeiterin, bei einer Bestellung wird dieses Test-Paket immer mit geschaltet, kann aber schriftlich innerhalb der Testzeit gekündigt werden. Erfolgt keine Kündigung bezahlt man für das nächste Jahr jeden Monat 15,99 € !!!
Etwas verunsichert von dieser telefonischen Aussage, prüfte ich meine Auftragsbestätigung von TC. Tatsache auch ich hatte dieses ausdrücklich nicht bestellte TV-Paket für 15,99 €/mtl. an der Backe, trotz mehrmaliger Nachfrage bei der  telefonischen Bestellung. Genau aus diesem Grund habe ich ein persönliches Gespräch mit TC gesucht und eben ausnahmsweise nicht im Internet bestellt.

Solche Geschäftspraktiken sollten eigentlich der Vergangenheit angehören, zumal man das besagte TV-Paket nicht einmal bei der Bestellung rausnehmen kann, sondern eben erst schriftlich wieder kündigen muss. Verpasst man den den Kündigungstermin hat zahlt man für mindestens ein Jahr zusätzlich zu den 16,49 €/mtl. nochmals 15,99 €/mtl.

Also, alle Treuener-Kabelkunden aufgepasst !!! 

Eine Gutschrift für die nicht nutzbaren Tage, erfolgte auch erst nach einem weiteren Anruf bei TC. 
Übrigens den Vorschlag mir eine Schüssel zukaufen funktioniert nicht, da ich Mieter bin und der Vermieter dies nicht möchte.

Programmliste für Treuen

Bericht des Vogtland-Anzeiger zum Netzausbau von Tele Columbus

8. März 2012

CeBIT-Review 2012

Zwei Tage CeBIT, die Füße sind platt, eine Gelegenheit mal wieder meinen persönlichen Rückblick zu bloggen.
Wie schon im Artikel Vorbereitung zur CeBIT geschrieben, hat sich die Ausstellungsfläche etwas verkleinert und kurz vor der CeBIT musste die Halle 9 wegen statischer Mängel gesperrt werden. Was natürlich unseren Laufplan völlig durcheinander brachte ;-)
Stand des CeBIT-Partnerland Brasilien
Zum ersten CeBIT-Tag ist unsere Kanzlerin am Messestand des Partnerlandes für die Messe - diesmal Brasilien. Mehr oder weniger unbeabsichtigt sind wir unserem Regierungsoberhaupt auch dieses Jahr begegnet. Durch die Massen an Presse, Fernsehen usw. könnten wir sie diesmal “leider” nur hören.
Für etwas Aufregung hat ein herrenloses Gepäckstück in der Nähe des brasilanischen Stands gesorgt. Die Polizei hat den Bereich mehr oder weniger herzlos abgesperrt, was zumindest für mich nicht erkennbar war. Ein vermutlich von Merkels Sicherheitsleuten hat mich dann recht bestimmt aus der Pseudo-Absperrungen gezerrt...

Meine Schwerpunkte waren diesmal die Tablets. Die Stände der etablierten Hersteller z.B. Samsung, Asus usw. waren recht überlaufen. Jedoch gab es am Rande bzw. in der sog. Golden Mall (Messehalle für asiatische Hersteller) einige recht interessante Produkte. Die Firma VOITA bot ein Android-Tablet mit 9 Zoll, Android 4 für 120 Euro an. Jedoch ist der Preis für Abnahme von 1000 Stück und noch ohne MwSt. und Zoll. Man kann nur hoffen das VIOTA einen Händler für Deutschland findet, denn das Produkt sah sehr wertig aus (ähnlich iPad) und fühlte sich gut an auch die Bedienung war ebenfalls sehr flüssig. Der Hersteller bleibt bei mir unter Beobahtung. Archos hat das Childpad vorgestellt, welches mit 90 € recht preiswert, aber mir aber mit 7 Zoll deutlich zuklein ist und wie der Name schon vermuten lässt, eher für Kinder ist. Pearl bietet ebenfalls sehr preiswerte Geräte an, aber auch hier scheint mir für mich nix gescheites dabei zu sein. Huwei hat seine Tablets ebenfalls präsentiert, diese sehen gut aus, flüssige Bedienung, aber eben auch nur in 7 Zoll.
Der Markt entwickelt sich auf jeden Fall, zur Zeit muss man für gute Geräte auch noch gutes Geld zahlen, aber ich denke hier wird sich bestimmt noch einiges ändern - hoffentlich.

Plustek Filmscanner OpticFilm 120
Etwas schmunzeln musste ich am Stand von Plustek. Das P von großen Schriftzug Plustek ist abgegangen und somit verwandelte sich der Stand in ein "Lusteck". ;-)
Trotzdem gab es dort den neuen Filmscanner für Mittelformatfilme zu bestaunen, der meine Haben-Wollen-Lust gesteigert hat. Der OpticFilm 120 scannt Dias und Negative bis Mittelformat 120 mit einer Auflösung von 10660 dpi, Infrarot Staub- und Kratzerentfernung und mit Silver-Fast-Software. Feines Teil nur liegt der Preis von 1500 € schon fast an einem analogen Mittelformatgehäuse.

Der obligatorische Besuch auf dem Stand von AVM, wieder mit einer Standführung, hat gezeigt, dass die Fritz!-Leute einfach am Puls der Zeit bleiben. Es gab zwar auch ein paar neue Fritz!-Boxen, mich begeisterte aber mehr das Zubehör bzw. die Möglichkeiten seine Fritz-Box über Powerline-Adapter, WLAN- und DECT-Repeater nach außen zu erweitern. AVM wäre nicht AVM, wenn nicht auch ain diesen Geräten ein paar nützliche Funktionen eingebaut sind. So hat jeder der neuen Powerline-Adapter und Repeatern eine Steckdose. Es wird somit keine Steckdose blockiert und die Steckdose kann sogar über die Fritz-Box oder dem integrierten Webserver des Adapter auch geschalten werden. Ich finde es eine feine Sache. AVM vernetz somit bereits über vier verschiedene Wege - klassisches Netzwerkkabel, WLAN, Powerline und DECT. Wobei DECT bei AVM nicht nur für Telefonie genutzt wird, sondern eben auch zum Senden von Mail, Nachrichten, Feeds usw. auf das Mobilteil, zukünftig auch für Sensorik und Steuerung eingesetzt werden soll. Als Beispiel wurde ein Heizkörperthermostat gezeigt, was später ebenfalls über die Fritz-Box angesteuert wird und somit die Regelung über die Fritzbox möglich ist und mit entspechendem Fernzugrif sogar aus der Ferne. Übrigens Ferne, AVM bietet mit der CeBIT einen neuen Dienst MyFritz an, dieser macht die ziemlich aufwändige Einrichtung über DynDNS überflüssig und vereinfacht somit den Zugriff aus dem Internet.

Gegenüber vom AVM-Stand erregt ein kleinerer Stand meine Aufmerksamkeit - VideoWeb. VideoWeb bietet eine Box welche mit dem Netzwerk und dem HD-Fernseher verbunden wird. Nun gut solche Anbieter gibt es zu Hauf. Mich begeisterte aber die Vielfalt, Bedienkonzept, Qualität und der Preis. Für knappe 150 € gibt es die VideoWeb-Box ohne weitere Kosten und hat somit Zugriff auf ein vielfälltiges Angebot auf dei Mediatheken verschiedenster Sender, Youtube, TV-Live-Stream, Picasa, Maxdome und und und.

Letztes Jahr war noch eine ganze Halle mit Anbietern für AV-Security (Antivirensoftware) gefüllt. Das hat sich dieses Jahr recht gelüftet. Verwundert hat mich, dass namhafte Anbieter wie Avira (die mit dem Regenschirm) nicht präsent war, AVG ebenfalls nicht und die Stände einiger der Großen in diesem Bereich (z.B. Bitdefender, Kaspersky) waren deutlich geschrumpft. Konsolitiert sich hier etwa der Markt?!

Präsentation von Windows 8 am Stand von Microsoft
Microsoft ist nach meiner Einschätzung der meist besuchte Stand auf der CeBIT - also ab ins Getümmel. Bei Microsoft wird jetzt mächtig gekachelt ;-) Gemeint ist natürlich das neue Windows 8. Seit einigen Tagen kann man sich zwar ein Preview im Internet runterladen und installieren. Ich habe es vorgezogen mir das neue Windows erstmal aus der Ferne anzuschauen. Nun ja was soll ich dazu sagen? Für jemanden der sich schon mit Windows 3.1 rumgeschlagen hat, ist es erstmal gewöhnungsbedürftig. Das Bedienkonzept eher an Tablet-PCs und Smartphones orientiert, findet nun auch Einzug in die Desktop-PCs. Bei so einer aufwändigen und nicht mal schlecht gemachten Präsentation sieht natürlich alles erstmal sehr gut aus. Um sich wirklich eine eigene Meinung bilden zu können, muss ich wohl mal in den sauren Apfel beißen und mir Windows 8 mal installieren. Eine bei der Präsentation vorgestellte Möglichkeit, die mir schon sehr gefallen hat, war die Windows-Installation auf einem USB-Stick. Den Stick soll man an jeden beliebigen PC anstecken können und man hat so immer sein persönliches Windows dabei bzw. man ist portabel und soll nur einen beliebigen PC benötigen. Nun gut schaun wir mal...


Dieser Blog soll keine Werbung für irgendwelche Produkte oder Hersteller sein. Wer aber etwas technikaffin ist, gerät bei bestimmten Dingen manchmal in Euphorie ...

29. Februar 2012

Fotograf: Nuomin He

Nuomin He ist fliegender Landschaftsfotograf. Jahrelang war er erfolgreicher Unternehmer. Bis er sich eines Tages fragte: "Was will ich wirklich?" Seine Antwort lautete: Fliegen und Fotografieren. Er begann, seinen Traum zu leben.



Inzwischen ist er weltweit der einzige professionelle Luftbild-Fotograf, der für seine Aufnahmen stets selbst am Steuerknüppel sitzt. Jeden Sommer fliegt er über die unendlichen Weiten der Inneren Mongolei in Nordchina. Seine beeindruckenden Fotos zeigen mäandernde Flüsse, hügliges Grasland und grün schillernde Ebenen. Für seine Aufnahmen fliegt er gewagte Manöver in tückischen Winden. Der 52-Jährige ist ethnischer Mongole. Die Landschaft der Inneren Mongolei steckt voller Naturwunder, doch sie wandelt sich dramatisch. Bei seinen Zwischenlandungen lernt Nuomin He die Nöte und Hoffnungen seiner Landsleute kennen. Der Wirtschaftsboom hat Schleifspuren in der ehemals unberührten Landschaft hinterlassen. Täglich erleben sie den Widerspruch zwischen mongolischen Traditionen und chinesischem Wirtschaftswunder. Ganz selten nur werden einem westlichen Kamerateam Luftaufnahmen in China erlaubt. Frank Sieren ist Dokumentarfilmer, China-Kenner und Bestsellerautor. Er hat die Erlaubnis zu den einzigartigen Aufnahmen bekommen. (Quelle: ard.de)

27. Februar 2012

Videolexikon - Bilderbogen

Highlights hessischer Fotografie - Wissen und mehr
    

Fotos sind nicht nur Erinnerungen für das Familienalbum. Ein gutes Foto ist eine Kunst für sich. Das Videolexikon beschäftigt sich heute mit der Kunst der Fotografie und stellt vier Künstler vor, die sich dieser Kunst verschrieben haben.

26. Februar 2012

Fotograf: Robert Häusser

Robert Häusser wurden Ehrungen zuteil wie selten einem Fotografen: ob 'Schiller - Plakette' der Stadt Mannheim, mehrere Kunstpreise oder die Berufung in den deutschen Künstlerbund.


Häussers Werke wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, viele seiner Bilder hängen in in- und ausländischen Museen und Kunstgalerien, auch im Museum of Modern Art in New York.
Er verzichtet auf dekorative Schönheit in seinen Bildern, reduziert sie auf die wesentliche Aussage mit meist stilllebenhaftem Charakter. Die Eindringlichkeit seiner Bilder sowie das Bemühen, einem Motiv die essentielle Aussage abzuringen, brachten dem Mannheimer in der Fachwelt den Ruf eines 'Lichtbildner des magischen Realismus' ein. Rudolf Werner wird den Fotografen porträtieren und bei der Arbeit beobachten. (Quelle: ard.de)

20. Februar 2012

Vorbereitung zur CeBIT 2012

Messegelände (Quelle: Wikipedia)
In gut zwei Wochen ist es wieder so weit - CeBIT, die Vorbereitungen zu unserem 18. Besuch sind im Gange. Die kostenlosen Eintrittskarten - danke DELL - sind registriert und ausgedruckt. Die sog. Merkliste mit Ausstellern von myCeBIT füllt sich langsam und wird sich in nächsten Tage durch Artikel in der Fachpresse und diverse Blogs sicherlich noch weiter füllen.
Die CeBIT2go-App für Android ist zwar angekündigt aber zur Zeit ist nur die App für iPhone verfügbar - ich fühle mich diskriminiert ;-) Unter www.cebit2go.de bietet die Messe eine für Handys und Smartphones optimierte Webseite zur Ausstellerdatenbank, Hallenplänen, Merkliste usw. Die CeBIT stellt sogar ein kostenloses WLAN zur Verfügung was den Zugriff auf die Seiten www.cebit.de und www.cebit2go.de ermöglichen soll. Über das WLAN: WiFi-FairgroundsCode12345678 mit Passwort: 12345678 soll der Zugriff im Messegelände möglich sein - nun schaun wir mal...
Nun wollen wir uns mal überraschen lassen, welches Produkt oder welcher Hersteller sich dieses Jahr auf der CeBIT hervortun wird. An einigen Firmen wird man schon auf Grund der Größe der Messestände nicht vorbeikommen. So wird sicherlich wieder Microsoft dazugehören die bestimmt Windows 8 vorstellen werden. Anschauen kann nicht schaden, schauen wir mal was es in Zukunft bietet und vielleicht beitet sich wieder die eine oder andere Diskussion. LTE wird bestimmt auch ein Thema sein, da sich doch zum Vorjahr mehr Hersteller entschieden haben, Produkte für die neue Technologie auf den Markt zubringen. Mal sehen, ob es eine Massentauglichkeit erreicht hat. Viele geniale Produkte werden aber oft am Rande der großen Hallen in kleineren Messeständen präsentiert.
Einer meiner Schwerpunkte liegt diesmal auf den Tablets. Hier ist in den gegangenen Jahr(en) einiges passiert und auch bei mir aben die Dinger einen großen Haben-Wollen-Effekt ausgelöst. Mal sehen was es hier in naher Zukunft brauchbaren und vor allem bezahlbares abseits von iOS zu erwarten ist. Wenn wir schon bei Tablets sind, Apple stellte zu meinem ersten CeBIT-Besuch 1994 den Newton vor, tja damals war wohl die Zeit noch nicht reif  dafür...
Ein Thema was mich zur Zeit auch noch sehr beschäftigt, ist das Farbmanagement. Leider finde ich in den Ausstellerlisten keinen mir bekannten aus der Branche. Hat jemand einen Tipp?

CeBIT 2012
Was mir wieder aufgefallen ist, dass es zum Vorjahr wieder zwei Hallen weniger sind, in den sich die Aussteller präsentieren. Zur CeBIT 2011, wie schon in meinen damaligen Review festgestellt, waren es auch schon weniger als zuvor. Das hat mich auf die Idee gebracht, die Hallenpläne der vergangenen Jahre zuvergleichen. Das Ergebnis: Die CeBIT schwindet. Wenn das so weiter geht muss man überlegen, ob es sich noch lohnt zwei Tage zu investieren oder vielleicht reich bald auch ein Tag aus... Nun ja Masse muss ja nicht auch gleich Klasse sein, vielleicht entwickelt sich die Messe wieder zu einer gemütlichen Insider-Ausstellung - hat ja schließlich auch was ;-). Der große Hype scheint zumindest erstmal vorbei.
   
CeBIT 2005 CeBIT 2009 CeBIT 2011

18. Februar 2012

Die Leica-Geschichte

Leica - ein Begriff, der vielen ein begehrliches Glitzern in die Augen zaubert. Denn schließlich handelt es sich nicht um irgendeinen Fotoapparat, sondern um die Kleinbild-Kamera, die in den zwanziger Jahren die Welt der Fotografie revolutionierte.


Sie war viel kleiner, leichter und unauffälliger als die bis dahin üblichen Plattenkameras, dazu schnell - 36 Bilder in rascher Folge konnten die Fotografen mit ihr schießen. Mit der Leica begann die große Geschichte des Fotojournalismus, und unzählige der weltberühmten Bilder, die den Blick auf die Welt prägten, sind mit ihr entstanden. Die Geschichte der Firma, die die Leitz-Kamera auf den Markt brachte, begann 1869 in Wetzlar: Dort übernahm damals Ernst Leitz senior die kleine optische Werkstatt von Carl Kellner, in der Mikroskope gebaut wurden. Neue Herstellungsverfahren, innovative Produkte und ein gutes Gespür für die Bedürfnisse seiner Kunden machten die Leitz-Werke Anfang des 20. Jahrhunderts zum weltgrößten Hersteller von Mikroskopen. Knut Kühn-Leitz, Urenkel von Ernst Leitz senior, erzählt in dem Film, wie sein Urgroßvater und sein Großvater, der 1920 den Betrieb übernahm, ein ganz besonderes Betriebsklima schufen: sozial, kreativ, menschlich, verbindlich - Eigenschaften, die auch in der Zeit der Naziherrrschaft das Handeln von Ernst Leitz junior bestimmten. Bis Mitte der achtziger Jahren war die Familie Leitz in der Firmenleitung führend vertreten. Doch die Konkurrenz aus Japan machte auch dem hessischen Unternehmen jahrelang schwer zu schaffen. Geld für Innovationen fehlte. Sie verkauften, und es folgten schwere und wechselvolle Jahre für das Unternehmen und die Mitarbeiter. Doch Leica gibt es auch heute noch, die Kamera wie auch die Mikroskope. Heute sind es zwei voneinander unabhängige Unternehmen, doch beide sind wieder richtig gut im Geschäft, und Mitarbeiter erzählen, dass und warum sie auf "Leica" so stolz sind. (Quelle: ard.de)

16. Februar 2012

Fotograf: Peter Lindbergh

Peter Lindbergh, in Duisburg aufgewachsen und seit über 20 Jahren in Paris ansässig, gehört zu den besten und begehrtesten Mode- und Lifestylefotografen der Welt. 


Mein Leben - Peter Lindbergh
Mit seiner Schnappschussästhetik, einer unterkühlten Sinnlichkeit und dem Gefühl für den richtigen Augenblick, hat der Arbeitersohn Schauspieler und Laufstegschönheiten zu Ikonen unserer Zeit erhoben. Durch das Herausstellen ihrer starken, selbstbewussten Persönlichkeiten wirkte Lindbergh in den letzten 20 Jahren überdies entscheidend an der Entstehung eines neuen Frauenbildes mit. Auch wenn die schönsten Frauen der Welt für ihn posierten: Für Lindbergh ist Schönheit subjektiv und liegt im Auge des Betrachters, kommt von innen, ist vielschichtig und facettenreich wie das Leben selbst. Die Mode, die ihn durch Werbekampagnen oder Photostrecken für die großen Fashionmagazine bekanntgemacht hat, spielt für Lindbergh persönlich heute nur noch eine untergeordnete Rolle. Viele der von ihm Porträtierten berichten begeistert davon, wie Lindbergh versucht, ihrer Persönlichkeit gerecht zu werden, ohne indiskret und voyeuristisch zu sein. Seine melancholischen, ungeschönten Bilder von emanzipierten und zugleich zerbrechlich wirkenden Frauen lassen hinter Styling und Make-up etwas durchscheinen, was man Schönheit, Verletzlichkeit oder auch Seele nennen könnte. Viele der Topmodels - von denen er nicht wenige erst entdeckte - schätzen seine handwerkliche Professionalität und vor allem seinen fast schon harmoniesüchtigen Charakter. Aber auch filmerfahrene Stars wie Isabelle Huppert, Jeanne Moreau oder Penélope Cruz lassen sich gerne von ihm porträtieren oder für Haute-Couture-Mode ablichten, weil sie an ihm seine Arbeitsweise schätzen, nicht zuletzt auch seinen speziellen Ruhrpott-Charme. Ausstellungen von Lindbergh sind inzwischen weltweit Publikums- und Medienereignisse. Bei Vernissagen drängeln sich Tausende Fans, um auf ihn und seine Bilder einen Blick zu werfen. Dabei wollte Lindbergh eigentlich Maler werden, mehr oder weniger zufällig verschlug es ihn in das Fotografenmetier. Nicht nur als Modefotograf ist Lindbergh gefragter denn je. Auch seine Porträts werden als eigenständige Kunstwerke hoch gehandelt. Ein Porträt von Keith Richard wurde 2004 bei Christie's in New York für 120.000 Dollar versteigert. Sein Leben zwischen Hochglanz und Tiefgang, zwischen Ruhrgebiet und Hollywood hat längst etwas von einem modernen Märchen. Die Geschichten, die er auch in seinen Fotos immer wieder erzählt, scheinen für ihn Realität geworden zu sein. Seit 1990 begleitet der Autor Werner Raeune das Schaffen Lindberghs. Immer wieder war er mit seiner Kamera bei Shootings dabei, unter anderem mit Nadja Auermann, Linda Evangelista oder Claudia Schiffer. In "Mein Leben - Peter Lindbergh" erzählt der Fotograf über sein Leben und berichtet außerdem, wie er entdeckt wurde, was ihn an Frauen interessiert, wie sich die Fotografie und vor allem seine Einstellung zur Schönheit verändert hat.

15. Februar 2012

Fotograf: Klaus von Gaffron

Fotografie = mit Licht zeichnen/malen nicht abmalen. Konsequent nennt Klaus von Gaffron seine Arbeiten Fotobilder. Durch originale fotografische und nicht durch computertechnische Manipulation entsteht eine neue Realität, reine Farbbilder, "wie wir sie seit der klassischen Moderne bei der Malerei nicht mehr gesehen haben".


Klaus von Gaffron erhebt einen hohen ästhetischen und sinnlichen Anspruch an die Fotografie. Die Schulung des Sehens ist ihm ein Anliegen. Immer wieder lotet er das Verhältnis zwischen der Realität und dem Abbild aus. Klaus von Gaffron hat im Laufe der Zeit ganz eigene Techniken des Fotografierens entwickelt, die ihm ermöglichen, Fotos herzustellen, die der Ästhetik von gemalten Bildern in keiner Weise nachstehen. 1946 wurde Klaus von Gaffron in Straubing geboren. Studium an der Akademie der Bildenden Künste München; Buchhändlerlehre in München. Seit 1998 ist er Kurator und Teilnehmer bei dem Schulprojekt "Kinder treffen Künstler". Seit 1991 ist er Erster Vorsitzender des Berufsverbandes Bildender Künstler München. (Quelle: br.de)

14. Februar 2012

Gesammeltes Wissen: Fotografie des 20. Jahrhunderts

Sie wollten schon immer einmal wissen, worauf es beim Aufbauen und Pflegen einer Sammlung ankommt? Ob Schallplatten, Comics oder tropische Fische - unsere Experten geben wertvolle Tipps. Diesmal: Fotografie des 20. Jahrhunderts.

13. Februar 2012

Fotograf: Jean Mohr

Jean Mohr dokumentiert nicht Gewalt und Terror, sondern besucht die Katastrophen-, Kriegs- und Krisengebiete stets vor oder nach, nie während der Konflikte. Er fotografiert Flüchtlinge und Kriegsgefangene, aber auch den mühseligen und doch äusserlich so normalen Alltag einer geplagten Bevölkerung, von Frauen, Kindern, Alten - allein sechs Mal in Palästina und Israel. Ebenso bekannt wie seine Reportagen sind die verschiedenen Bücher, die er gemeinsam mit John Berger herausgegeben hat, beispielsweise «Eine andere Art zu erzählen» (1984) - eine zweistimmige Theorie zum besonderen Momentum der Fotografie.


Jean Mohr - der engagierte Fotoreporter, der nicht urteilt, sondern zu verstehen versucht.

12. Februar 2012

Fotograf: Gaudenz Signorell

Die Kamera benutzt Gaudenz Signorell als eine Art Skizzenblock. Er hält damit seine flüchtigen Seheindrücke fest. Es sind schnelle, unruhige und fast zufällig erhaschte Bilder, die er abseits der Touristenpfade aufspürt - in Rom, Paris, New York und Kuba. Scheinbar Unwichtiges, Übersehenes weckt seine Aufmerksamkeit: verlassene Räume, dunkle Nischen, verkratzte Wände. «Irgendetwas fasziniert mich daran», erklärt Gaudenz Signorell. «Man spürt die Präsenz von Menschen. Jeder hat sein Zeichen hinterlassen - und so ist ein Bild entstanden.»


Abseits der Touristenpfade weckt scheinbar Unwichtiges die Aufmerksamkeit von Gaudenz Signorell.

PHOTOSuisse 24/28

11. Februar 2012

Fotografin: Katrin Freisager

Katrin Freisager bekannteste Arbeiten zeigen junge Frauen in traumähnlichen Zuständen - entrückt und präzis inszeniert in einem Hotelzimmer, Atelier oder Studio. In eine neue Richtung weist der Bilderzyklus «Las Meninas» (2004), die Katrin Freisager wie ein Bühnenstück nach dem gleichnamigen Gemälde von Velasquez aus dem Jahr 1656 inszeniert, einem Meisterwerk der abendländischen Malerei. Freisagers subtiles Spiel mit Kostümen und Körperkompositionen generiert dieselbe mysteriöse Atmosphäre, denselben reduzierten Rahmen, die auch ihre anderen Arbeiten prägen. Trotz dessen Kargheit ist mehr da, als man sieht. Betörende, verstörende Ungewissheit entsteht.


10. Februar 2012

Fotograf: Hans Danuser

Seit 20 Jahren taucht der Bündner Hans Danuser immer tiefer ein in Tabuzonen der Gesellschaft, wie Genforschung oder Atomphysik. Er fotografiert dort Landschaften: kristalline wie die Eiskörper der «Frozen Embryo Series», organische wie die Haut von Gewaltopfern der «Strangled Bodies» oder unmerklich fliessende wie die Schiefersandstudien «Erosionen». Danuser schlägt damit einen Bogen über die Spanne des bewussten Lebens hinaus. Ein Porträtfilm des bekannten Schweizer Filmemachers Christoph Schaub («Sternenberg»).


Der Bündner Hans Danuser fotografiert in Tabuzonen der Gesellschaft.

9. Februar 2012

Fotograf: Olaf Breuning

Bevor Olaf Breuning abdrückt, muss eine Szene arrangiert, eine Story erfunden werden: Er ist ein Geschichtenerzähler. Dabei zitiert er in seinen Fotografien ungeniert alles, was ihm die alltägliche Bilderflut liefert. Mit selbstgebastelten Requisiten inszeniert er Stereotypen aus Film, Werbung und Musikvideos und führt sie in Porträt- und Gruppenbildern ad absurdum. Die Bilderwelten des Schaffhausers weckten auf Anhieb das Interesse der Kunstwelt. Heute lebt Olaf Breuning in New York.


Die absurden Bilderwelten von Olaf Breuning, Shootingstar der Fotoszene Schweiz.

8. Februar 2012

Fotograf: Beat Streuli

Beat Streuli Strassenfotografie versetzt uns mitten ins vibrierende Geschehen, das grosse Städte wie New York, Rom, Tokio so faszinierend macht. Dabei hält Streulis Kamera keineswegs spektakuläre Momente fest. Bilder mit einer simplen, schnell lesbaren Aussage interessieren ihn nicht: «Bei der Auswahl frage ich mich viel mehr, welches sind die Bilder, welche mich am besten an die Aufnahmesituation erinnern?» Seine Aufmerksamkeit gilt dabei voll den Menschen in Grossstädten. Erstaunlich ist, wie privat Menschen in der Anonymität wirken, in diesen Momenten, in denen sie sich unbeobachtet fühlen.


Mitten aus dem pulsierenden Alltag grosser Städte: die Strassenfotografie von Beat Streuli.

7. Februar 2012

Fotografin: Stefania Beretta

Jedes Bild von Stefania Beratta beginnt mit einer persönlichen Empfindung: «Ich kann nur fotografieren, was mich berührt.» Ihre Bildsprache ist sinnlich, ruhig und poetisch, sie möchte die physische Erfahrung einfangen, die über den Moment der Aufnahme hinausreicht. Ihr eigener Körper, ihre eigene Verletzlichkeit und Vergänglichkeit spielen dabei in den jüngeren Arbeiten wie der Hotelzimmer-Serie «Rooms» (2000) ebenso eine Rolle wie das Zugrundegehen am eigenen Dreck, wie die Abfallberge von «Trop» (2002) eindrücklich zeigen.


6. Februar 2012

Fotograf: Michael von Graffenried

Michael von Graffenrieds Blick auf die Schweiz ist stets ein bisschen frecher, lauter als derjenige seiner Kollegen. Mit seinen «Bundeshaus-Fotografien» fiel er erstmals auf. Seine Bilder, 1984 als Buch veröffentlicht, zeigten gähnende, dösende oder gar nasenbohrende Parlamentarier - eine Realität, welche die andern Bundeshausfotografen höflich ausgeblendet hatten. 
Seit 1991 lebt und arbeitet von Graffenried in Paris und findet hier sein zweites grosses Thema: Algerien. Er widmete sich einem Thema, das kaum jemand zu fotografieren wagt: den Alltag Algeriens während des Bürgerkriegs. Zeugen waren unerwünscht, wer fotografierte, riskierte sein Leben.

Michael von Graffenried fotografiert dann, wenn andere am liebsten wegschauen. Ein Porträtfilm von Andreas Hoessli aus der Reihe «PHOTOsuisse».