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20. Dezember 2011

Fotograf: Edward Weston

Edward Weston fotografierte mit Plattenkameras, mit Blende 64 und in Schwarz-Weiß. Edward Weston war einer der einflußreichsten Fotografen seiner Zeit. Der Film zeigt seine Fotos und jene inspirierende kalifornische Landschaft, in der er lebte.



Edward Weston wurde am 24. März 1886 geboren und starb am 1. Januar 1958. Seine erste Kamera erhielt er 1902 als 16-Jähriger, gerade ein Jahr später wurden seine ersten Bilder bereits am Art Institute in Chicago ausgestellt. Mit 37 Jahren geht Weston nach Mexiko. Für ihn ein Aufbruch in die Moderne: Er fotografiert Revolutionäre, Künstler, und immer wieder seine Geliebte Tina Modotti. Zurück in Kalifornien, kommt er im Dezember 1927 nach Carmel, einer kleinen Künstlerkolonie unweit von San Francisco. Eigentlich will er hier nur den Winter über bleiben, daraus werden 30 Jahre. Fasziniert von der eindrucksvollen Felsküste des Pazifiks richtet er hier sein Studio in einem einfachen Holzhaus ein, das heute noch im Besitz seiner Familie ist und in dem sein Enkel heute noch lebt. Einen Ort vor seiner Haustür wird Edward Weston sein ganzes Leben lang fotografieren: Point Lobos, von Gischt und Wellen umspült. Seine Schwarz-Weiß-Bilder sind Fotografie pur: sachlich, abstrakt und doch voller Poesie. Weston war Mitglied der Gruppe "f/64", die für eine besonders scharfe Fotografie stand, mit großen Plattenkameras von 8 x 10 Inch (Inch, nicht cm!) und einer nur bei solch großen Formaten realisierbaren Blende 64 - bei Kleinbild führen schon Blende 22 oder 32 wieder zu unschärferen Bildern. Westons Spezialität waren Landschaften, Akte, Natur- und Pflanzendetails von großer Schärfentiefe. (Quelle: www.ard.de)