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10. August 2015

Windows 10 - ja ich habe es gewagt ...

Eigentlich wollte ich ja noch eine ganze Zeit mit dem Umstieg auf Windows 10 warten und die als Bananen-Software verschriene Windows Version bei den anderen reifen lassen. Die Neugier war dann aber doch größer, meinem betagten Subnotebook mit Windows7 eine Frischzellenkur angedeihen zulassen.
Gut - viel wichtiges ist auf dem "Kleinen" nicht drauf, ein paar Grafikprogramme, Editoren, Tools zur (Fern-)Wartung usw. - also nichts, was man nicht auf die Schnelle wieder neuinstallieren könnte.
In der Taskleiste wurde mir das Upgrade auf Windows 10 schon seit ein paar Tagen angeboten. Jetzt mal schnell drauf geklickt und los ging es. Hier und da noch mal ein Klick zur Bestätigung, einige Neustarts und dann meldete sich Windows 10. Ich habe nicht auf die Uhr geschaut und auch nicht immer gleich die Bestätigungen ausgeführt, lief eher nebenbei, aber nach schätzungsweise einer Stunde war alles vorbei.
Jetzt war die Spannung groß. Auf den ersten Blick sah der Desktop mit allen Icons so aus wie vorher. Die Taskleiste ist jetzt schwarz, das Windows-Logo (Startmenü) sieht moderner aus und ein paar Symbole sind neu im Schnellstart. Der zweite Blick war auf den Gerätemanager gerichtet. Jetzt sollte sich herausstellen, ob alle Komponenten mit zumindest den passenden Treibern versorgt sind bzw. es irgendwo Probleme anzeigt. Ich war erstaunt, kein einziges Ausrufezeichen! Was wird nun der Funktionstest zeigen? WLAN, Netzwerk, Sound, Grafik, und DVD haben sofort funktioniert. Drucker, Scanner und selbst die integrierte UMTS-Karte bestanden den Test auf Anhieb. Alle installierten Programme funktionieren wie gewohnt und die meisten Einstellungen sind erhalten geblieben. Ein weiteres Mal war in angenehm überrascht.
Die nächsten zwei Abende versuchte ich mich an das neue System zu gewöhnen. Machte hier und da noch ein paar Anpassungen - z.B. die Kacheln im Startmenü zu entfernen, die Standardprogramme wieder herstellen und verschiedene andere Sachen wieder zu deinstallieren. Man gewöhnt sich relativ schnell an die verschiedenen Umstellung bzw. Veränderung zur Vorversion (Win7).
Mein erster subjektiver Eindruck ist sehr gut. Ich habe das Gefühl der Rechner bootet etwas schneller (habe es aber nicht gemessen), die Bedienung geht gewohnt flüssig und und die Stabilität ist auch gut - zumindest was man nach zwei Tagen dazu sagen kann.
Eine Sache stößt dann doch etwas auf. Es ist die Menge an Daten die das neue Windows nach Hause "funken" will. Hier sollte man nicht nur aus Paranoia-Gründen, einiges an den Datenschutz-Einstellungen vornehmen und abschalten. In verschiedenen Foren gibt es schon diverse Anleitungen und zum Teil Programme die diese Übertragung zu Microsoft beenden bzw. deutlich einschränken sollen. Wie groß der Nutzen dieser Teilweise tief ins System eingreifenden Einträge sind, wird sich in Zukunft zeigen. Denn Microsoft könnten zumindest theoretisch diese Eingriffe bei jedem Windows-Update wirkungslos machen...
Nach dem das Update bei meinem Zweitrechner besser funktionierte als erwartet, machte ich auch den Versuch an meinen "Hauptrechner", ein Notebook an Dockingstation mit jeder Menge an Peripherie (Scanner, mehrere Drucker, Grafiktablett, eSATA, zwei Monitore und und und). Zudem ist das System über einen längeren Zeitraum "gereift" man könnte aber auch sagen vermüllt ;-)
Vor dem Upgrade habe ich auf ein Image des vorhandenen Windows7 nicht verzichtet. Der Option auch nach der Installation das vorherige System wiederherzustellen traue ich nicht ganz.
Nach dem Start des Upgrades dauerte es ca. eine gute halbe Stunde bis das "Hallo" bei der ersten Begrüßung nach erfolgreiche Installation von Windows10 erschien. 
Rein optisch schien wieder alles geklappt zu haben. Der erste Blick in den Gerätemanager scheiterte daran, dass der Rechtsklick nicht funktionierte. Nun gut dann eben über das Startmenü aber auch hier keinerlei Reaktion, eben so wenig wie über das Info-Center. Der Start mit Doppelklick über die Desktop-Symbole funktionierte, jedoch dauerte es ungewöhnlich lange bis die Anwendung bereit war. Mehrere Neustarts brachten keine Besserung, der Rechtsklick und Klicks in die Taskleiste blieben ohne Reaktion und führten einmal dazu, dass das gesamte System nicht mehr reagierte.
Nachdem aber noch einige Zeit vergangen war (ca. 1 Stunde) und im Taskmanager einige Hintergrundaktivitäten (CPU-Last bei ca. 6-7%) zu sehen waren, hat sich das anfängliche Problem dann von selbst gelöst. Vermutlich wurden im Hintergrund noch einige Treiber und/oder Updates geladen. Nach nochmaligen Neustart funktionierte dann auch dieser Rechner nach erstem probieren einwandfrei.

Nun muss Windows 10 zeigen, ob es sich in der nächsten Zeit im praktischen/produktiven Einsatz bewehren kann. Zur Not habe ich ja immer noch ein Image der letzten funktionierenden Version von Windows 7 ;-).

7. Juni 2015

Fotograf: Erich Bauer

Anlässlich der 300-Jahrfeier der Stadt Karlsruhe: Die Trümmerbahn, das Autosilo, Kaloderma - der Fotograf Erich Bauer (1908-1984) hat die Karlsruher Nachkriegsgeschichte in Fotos und sogar in Filmen verewigt. Vieles davon ist in Vergessenheit geraten, mancher seiner Filme in der Öffentlichkeit noch nie gezeigt worden.
Die 300-Jahr-Feier der Stadt Karlsruhe haben Bernhard Foos und sein Kamerateam zum Anlass genommen, den Bauer'schen Schatz zu durchforsten und haben dabei Sehenswertes und Kurioses entdeckt.
"Foto-Bauer", das war und ist eine Karlsruher Fotografendynastie in der vierten Generation. Die Urgroßmutter von Erich Bauer hatte einst den badischen Großherzog Friedrich bei seiner Goldenen Hochzeit abgelichtet. Seine Tochter porträtiert heute - wie schon ihr Vater - Familien, Paare, Studenten. Wobei Erich Bauer vorzugsweise den Fokus auf junge Frauen gelegt hat. Schöne Frauen in blumigem Ambiente in den 70ern oder blitzblanke Hausfrauen in spiegelnden Küchen. Auch seine Frau Marie Luise half das Frauenbild der 60er perfekt in Szene zu setzen. Sie hütet bis heute das Haus, in dem Erich Bauer einen Großteil seiner Werbefotografien inszeniert hat.
Für die Dreharbeiten wurde das Wohnzimmer noch einmal auf das ehemalige Studio zurück gebaut und erneut zur Bühne für Zeitzeugen: Der frühere Karlsruher Oberbürgermeister Gerhard Seiler und die Modehaus-Chefin Melitta Büchner-Schöpf kommentieren Bauers Filme und berichten von der Zeit ihrer Entstehung. Auch der Lokaljournalist Josef Werner kommt zu Wort. Erinnerungen eines Hundertjährigen. Marie Luise Bauer, auch fast 100 Jahre alt, und Tochter Sigrid erzählen, wie ihr Zuhause als Drehbühne für Bauers Inszenierungen funktionierte. (Quelle: ard.de)

Fotograf: Michael Martin

Auf seinen Expeditionen überquerte er vier Mal den gesamten Globus und gilt als bester Wüstenfotograf der Welt. Nun hat Michael Martin ein neues Ziel: Mit dem Motorrad will er die wichtigsten Eis- und Trockenwüsten der Erde erkunden.
"Wenn man als Fotograf in der Lage ist, entsprechende Perspektiven zu wählen - zum Beispiel aus der Luft - dann kriegen diese Perspektiven einen unheimlichen Zauber, und können im weitesten Sinne sogar zu Kunst werden", schwärmt der renommierte Wüstenforscher.
In der fünfteiligen Doku-Reihe Michael Martin - Abenteuer Wüste bereist er die beeindruckendsten Eis- und Trockenwüsten der Welt: Die Wüste Namib in Nambia, das Hochland-Eis Ostgrönlands, die Simpson-Wüste in Australien, die Wüste Gobi in der Mongolei und schließlich die Vulkanwüste Islands.
Der leidenschaftliche Motorradfahrer, der als bester Wüstenfotograf der Welt gilt, pendelt seit 30 Jahren zwischen dem Polarkreis und Oberbayern, überquerte in über 40 Reisen vier Mal den gesamten Globus und hat insgesamt 22 Bildbände und Bücher darüber veröffentlicht. (Quelle: ServusTV)

30. November 2014

Legendäre Fotografen Südafrikas

Durch die Linse der einflussreichsten Fotografen des Landes wirft „Legendäre Fotografen Südafrikas“ einen Blick auf die südafrikanische Geschichte der letzten 40 Jahre. Anhand von Interviews mit dem Urvater der südafrikanischen Fotografie, David Goldblatt, und den Mitgliedern des berühmten Foto-Kollektivs Afrapix (1982-1991) führt die Dokumentation durch die großen politischen Ereignisse des Landes von 1976 bis heute.
Afrapix, bestehend aus etwa 65 freien Fotografen und rund 20 festen Mitgliedern, war eine unabhängige Fotoagentur nach dem Vorbild von Magnum Photos. Dieser weltweit einzigartige Zusammenschluss von Künstlern mit politischer Botschaft entstand aus den traumatischen Erlebnissen während der Apartheid.
Ihr fotografischer Ansatz wird heute von einer neuen Fotografengeneration fortgesetzt: Jodi Bieber, Pieter Hugo und Zanele Muholi treten in die Fußstapfen der sogenannten Struggle Photography. Sie entstand in den 80er Jahren als politisch-künstlerische Bewegung, die mittels dokumentarischer Schwarz-Weiß-Fotos gegen die Apartheid aufbegehrte. Mit viel Talent und Geschick setzt auch die jüngere Fotografengeneration das Bild als Waffe ein und hält die aktuelle Entwicklung ihrer Heimat in ausdrucksstarken Aufnahmen fest.
Vom damaligen politischen Kampf zum heutigen fotografischen Augenzeugenbericht zeigt die Dokumentation nicht nur die historischen Ereignisse in Südafrika, sondern erzählt auch von der zeitgeschichtlichen Macht der Bilder und dem politischen Engagement der Künstler. (Quelle: arte.tv)

26. Oktober 2014

Picasso im Blick der Fotografen

Er war einer der größten Bildkünstler des 20. Jahrhunderts. Deshalb verwundert es nicht, dass Picasso von der noch jungen Kunst der Fotografie fasziniert war. Und umgekehrt – auch die Fotografie von ihm. Die Dokumentation zeigt Picasso als einen der meistfotografierten Männer des 20. Jahrhunderts und ihn selbst als Fotografen im Diskurs mit der Fotokunst.
Kein anderer Künstler wurde im 20. Jahrhundert so oft fotografiert wie Picasso: Seit Ende der 40er Jahre war Picasso das, was man heute einen Prominenten nennen würde. Er wiederum sah in der Fotografie nicht nur ein Mittel, um sich selbst darzustellen und sein Werk zu dokumentieren, sondern auch eine neue künstlerische Ausdrucksform. Heute leben nur noch drei Fotografen, die in der Dokumentation von ihren Erlebnissen mit dem Meister des Bildes berichten: Lucien Clergue, David Douglas Duncan und André Villers erzählen von ihrem Verhältnis und ihrer Zusammenarbeit mit Picasso, dem Malergenie aus Spanien.
Zur Sprache kommt dabei seine Beziehung zum Bild, auch zu seinem eigenen, zum schöpferischen Akt und zur Inszenierung. Mit größerem Abstand zum Thema stellen Konservatoren die Arbeit verstorbener Fotografen wie Brassaï und Dora Maar, der französischen Fotografin, die auch Malerin und Muse Picassos war, vor.
Die Fotografie, insbesondere die vielen Abbildungen in Magazinen, begründete den Mythos Picasso. Doch vor allem sind diese Aufnahmen wertvolle Zeugnisse seiner schöpferischen Prozesse. Eine besondere Rolle spielt dabei die allererste in einem Künstleratelier entstandene Fotoreportage. Schließlich wären manche Werke des Meisters, wie beispielsweise seine Lichtzeichnungen, gar nicht erhalten geblieben, wenn sie nicht im Foto verewigt worden wären. (Quelle: arte.tv)
   

5. Oktober 2014

Ostkreuz - Agentur der Fotografen

Es ist eine erstaunliche Erfolgsgeschichte: Mit dem Zerfall des Ostblocks gründet sich in Berlin die Fotoagentur Ostkreuz. Sieben ostdeutsche Fotografen tun sich zusammen, um sich die neuen Möglichkeiten wie Technik, Reisen und Aufträge zu erschließen. Vorbild ist die berühmte Pariser Agentur Magnum.

Mit dem Zerfall des Ostblocks gründet sich in Berlin die Fotoagentur Ostkreuz, und mit ihrer Gründung durch sieben ostdeutsche Fotografen beginnt ebenfalls eine erstaunliche Erfolgsgeschichte. Als festes Kollektiv und der Pariser Agentur Magnum als Vorbild schaffen sie es, die Agentur zur wichtigsten und bekanntesten Fotoagentur Deutschlands zu machen. Zu den Kunden zählen Magazine wie „Newsweek“, „Stern“, „GEO“ oder die „New York Times“. Längst ist Ostkreuz keine Ostberliner Fotoagentur mehr. Mittlerweile zählt sie 18 Mitglieder, die künstlerisch, persönlich und biografisch eine bunt gemischte Gruppe europäischer Erkunder bilden. Alle haben unterschiedliche Arbeitsweisen, aber eines vereint sie: Ihr humanistischer Blick auf die Welt. Ostkreuz steht für gesellschaftlich engagierte Dokumentarfotografie.
Der Film erzählt die bemerkenswerte Erfolgsgeschichte von Ostkreuz und zeichnet - über Porträts Einzelner hinaus - das Arbeitsethos dreier Generationen von Fotografen: Fotografie als Haltung und Leidenschaft.
Regisseur Maik Reichert hat die Gruppe der Fotografen mehrere Jahre lang mit der Kamera begleitet. In seinem Film stellt er sieben sehr verschiedene Ostkreuz-Fotografen vor: Annette Hauschild, Harald Hauswald, Ute und Werner Mahler, Julian Röder, Linn Schröder sowie Maurice Weiss. (Quelle: arte.tv)

7. September 2014

Fotografin: Orly Zailer

Zwischen gestern und heute: Die Zeitreisen der israelischen Fotografin Orly Zailer

Wer bin ich? Woher komme ich? Wer waren meine Vorfahren? Wie haben sie gelebt, was gedacht, gefühlt und wie viel von ihnen steckt in mir? Und was passiert, wenn wir in die Rolle unserer Vorfahren schlüpfen? Die israelische Fotografin Orly Zailer setzt sich in ihrem Fotoexperiment auf originelle Weise mit Identitätsfragen auseinander. Für ihre Zeitreisen durch die Generationen stellt sie jahrzehntealte Familienfotos mit den Kindern, Enkeln und Urenkeln der Menschen auf den Originalbildern nach. Das Initial für dieses fotografische Experiment : eine Momentaufnahme ihrer vor Glück strahlenden Eltern aus den 70er Jahren. 40 Jahre später schlüpft sie in die Rolle ihrer Mutter und fotografiert sich und ihren Lebensgefährten in eben diesem Setting. "The Time Elapsed Between Two Frames", die Zeit, die zwischen zwei Bildern vergeht, heißt Zailers Projekt, mit dem sie den Zauber eines Augenblicks von damals ins Heute zurückholt und ihre Protagonisten mit ihrer Familiengeschichte und dem Schicksal ihrer Vorfahren konfrontiert. (Quelle: arte.tv)